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Plagiatsvorwürfe bei Palworld: Entwickler bekommen Morddrohungen – CEO schaltet sich ein

Plagiatsvorwurf – Entwickler bekommen Morddrohungen – CEO schaltet sich ein

© Pocketpair, Inc. / Pocketpair, Inc.

Obwohl Palworld erst vor wenigen Tagen in seinen Early Access gestartet ist, sorgt das Survival-Spiel aus dem Hause Pocketpair schon jetzt für hitzige Diskussionen im auf Reddit, Steam und in den sozialen Netzwerken.

Diese gehen sogar so weit, dass sich die Entwickler hinter dem „Pokémon mit Schusswaffen“ bösartigen Morddrohungen ausgesetzt sehen – angeblich, weil man sich zu sehr an Nintendos populärer Vorlage bedient habe.

© Pocketpair, Inc. / Pocketpair, Inc.


Wegen Plagiatsverdachten: Palworld-Entwicklern wird mit dem Tod gedroht


Wie unter anderem VGC berichtet, sieht sich Palworld aktuell mit mehren Plagiatsvorwürfen konfrontiert. Vor allem auf eine Reihe von Bild- und Videomaterial, welches Twitter-Nutzer byofrog hervorbrachte und das seitdem als belastendes Beweisstück angeführt wird, berufen sich die Kritiker. Hier soll man besonders gut erkennen können, an welchen Stellen Palworld von Pokémon abgekupfert sein soll.



Als unschöne Konsequenz springen nun immer mehr Menschen auf den ins Rollen gebrachten Zug des Bashings auf und gehen sogar so weit, die Entwickler von Pocketpair auf persönlicher Ebene zu belästigen. Der traurige Gipfel dieser verbalen Angriffe findet sich in Morddrohungen, die die Palworld-Macher dieser Tage über sich ergehen lassen müssen. Angesichts der besorgniserregenden Situation schaltet sich nun auch Takuro Mizobe, seines Zeichens CEO von Pocketpair, in die entfachte Diskussion ein.

Über Twitter bittet er darum, die an Palworld beteiligten Entwickler in Ruhe zu lassen: „Derzeit erhalten wir verleumderische Kommentare gegen unsere Künstler und wir sehen Tweets, bei denen es sich um Morddrohungen zu handeln scheint. Ich habe verschiedene Meinungen zu Palworld erhalten, aber alle Produktionen, die mit Palworld in Zusammenhang stehen, werden von mehreren Personen beaufsichtigt, darunter auch von mir, und ich bin für die Produktion verantwortlich. Ich würde es zu schätzen wissen, wenn ihr es unterlassen würdet, die an Palworld beteiligten Künstler zu verleumden.“

Silhouetten und Proportionen stimmen „nahezu perfekt“ überein


Dem gegenüber stehen die Aussagen einiger ungenannter Entwickler von AAA-Spielen, die sich sicher sind, dass die in Palworld verwendeten Modelle auf denen aus Pokémon basieren: „Man kann nicht versehentlich die gleichen Proportionen bei mehreren Modelle aus einem anderen Spiel verwenden“, wie es seitens eines leitenden Charakter-Designers, der anonym bleiben möchte, heißt. Jener würde sich sogar „vor Gericht stellen, um als Experte zu diesem Thema auszusagen“, so weiter.

Auch, dass „die Silhouetten und Proportionen hier nahezu perfekt übereinstimmen“, sofern man einige der Charaktermodelle von Palworld und Pokémon miteinander vergleicht, sei besonders verdächtig. Ein weiterer Entwickler vermutet, dass das Team hinter Palworld „möglicherweise die Pokémon-Modelle überarbeitet und ein paar Änderungen vorgenommen hat, damit sie nicht genau gleich sind“.

Selbstverständlich sind derartige Anschuldigungen mit besonderer Vorsicht zu genießen, zumindest so lange nicht eine rechtskräftige Instanz ihr Urteil zu der Thematik gefällt hat. Unanfechtbare Beweise, dass Pocketpair bewusst bei Nintendo geklaut hat, gibt es derweil noch nicht. Pokémons ehemaliger Leiter der Rechtsabteilung ist aber zumindest „überrascht“ davon, dass Palworld überhaupt so weit gekommen ist – und auch Nintendo reagiert nun mit einem ersten Statement zum Thema.

Eine kurze Geschichte der Videospiele

Die Geschichte der Videospiele beginnt bereits in den späten 1940er Jahren mit wissenschaftlichen Tüfteleien. Die erste bekannte von ihnen war “OXO”, ein Tic-Tac-Toe-Spiel, in dem man gegen den Computer antrat.

Kommentare

9 Kommentare

  1. Die guten alten Morddrohungen... ein Dauerbrenner, der Trends ignoriert!
    Aber wie geht man damit um? Wir wissen eigentlich, dass bei jeder Gruppe, völlig willkürlich definiert, immer einen kleinen aber auch konstanten Prozentsatz an Spezialisten aufweißt. Natürlich gibts bei sowas Morddrohungen, aber die Dikussion und Stimmung sollte sich nicht auf 3 Leute fokusieren, sondern die 80% des wohlmöglich sogar sinningen Feedbacks. Für den Rest sollte hinter den Kullissen Polizei und Personenshutz wirksam werden. So oft es in letzter Zeit offizielle Morddrohungen bei kritischem Feedback gab, desto mehr könnte einem das Gefühl beschleichen, dass es nicht nur unangenehm ist, dass sich ein gemeinsamer, aber vor allem anderer Feind dadurch etabliert.

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