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Terraria: Das größte Problem der Entwickler ist, dass es sich immer noch viel zu gut verkauft

Stets neue Updates, weil es sich immer noch zu gut verkauft

© Re-Logic / Engine Software / Pipeworks Studio / Re-Logic / 505 Games

Die Worte „Terraria“ und „letztes Update“ sind schon oft zusammen gefallen, aber gestimmt hat es bislang nicht. Zum Glück für die Spieler, die auch dafür verantwortlich sind, dass sich Entwickler Re-Logic einfach nicht vom erfolgreichen Indie-Spiel trennen kann.

Denn der Grund, warum es trotz gegenteiliger Ankündigung immer wieder neue Updates für Terraria gibt, ist simpel: Es verkauft sich auch zwölf Jahre nach Release immer noch zu gut. Dies hat Re-Logic-CEO Andrew „Redigit“ Spinks über Twitter zu Worte gegeben, kurz bevor er sich von der Plattform verabschiedete.

Terraria: Der Millionenseller, den man nicht loslassen kann

Über 44,5 Millionen Exemplare hat Terraria mittlerweile über alle Plattformen hinweg abgesetzt, wie Re-Logic in einem Update im Mai bekanntgab. Damit aber nicht genug: Auf Steam sind täglich noch bis zu 50.000 Spieler gleichzeitig unterwegs und graben, kämpfen und bauen sich durch ihre eigenen Welten. All das sorgt dafür, dass sich das Team seit Jahren nicht auf ein neues Spiel fokussieren kann, wie auch Ted „Loki“ Murphy, Re-Logics Marketing-Chef, in einem Gespräch gegenüber PC Gamer verrät.


Eigentlich sollte bereits Update 1.3 für Terraria das Ende sein, aber am Ende kam alles anders: 1.4 erschien 2020, zwei Jahre später folgte 1.4.4. Immer mit dem Verweis, dass es nun wirklich das letzte Update sein wird, aber ein Schlussstrich ist nicht wirklich in Sicht. Für dieses Jahr ist Patch 1.4.5 geplant, welches als Kollaboration mit Dead Cells begann.

Die Betonung liegt hierbei auf dem letzten Wort, denn wieder einmal wird das Update größer als geplant werden. Laut Murphy habe Re-Logic während der Entwicklung erneut einige Dinge in Angriff genommen, die man dem Spiel unbedingt noch hinzufügen wolle. Wann genau das Update in diesem Jahr erscheint ist bislang unklar, aber das Team befindet sich wohl langsam auf der Zielgeraden.

„Wir sagen niemals nie“

Ob 1.4.5 dann wirklich das letzte Update für Terraria wird, darauf will man bei Re-Logic keine klare Antwort mehr geben. „Wann wird das letzte Update von Terraria tatsächlich erscheinen? Ich glaube nicht, dass wir das mit Sicherheit sagen können“, so Murphy. Es ist demnach gut möglich, dass in Zukunft noch ein weiteres Update folgen wird, auch wenn sich das Spiel mittlerweile „zu diesem Zeitpunkt sehr vollständig und komplett anfühlt.“

Immerhin will Re-Logic irgendwann wirklich an einem zweiten Projekt arbeiten. Um was es sich dabei handelt, kann noch nicht verraten werden, aber laut Murphy würde man von den aktuellen Erfahrungen natürlich sehr profitieren. Zudem würde es dem „Team die Möglichkeit geben, Ideen zu erforschen, die in der aktuellen Iteration und Technologie von Terraria vielleicht nicht so gut funktionieren“, so Murphy zu dem Thema abschließend.

Klingt als würde man intern zumindest über ein Terraria 2 oder eine Art geistigen Nachfolger nachdenken. Eine Idee, die mit Terraria: Otherworld schon einmal in Angriff genommen wurde, aber dessen Entwicklung 2018 eingestellt wurde.
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