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Bethesda-Urgestein erfindet blutrünstige Todeskralle – und lässt das legendäre Filmstudio von „Alles steht Kopf“ & Co. links liegen

Neben Ghulen und zweiköpfigen Bären ist der blutdrünstige Deathclaw die womöglich größte Horror-Kreation aus Fallout 4. Wie ist sie entstanden?

Im Bild: Das Monster Deathclaw aus Fallout 4 - und der ikonische Vault-Boy, der sein "Daumen hoch" gibt.
© Bethesda Softworks, Bethesda Game Studios, Jonah Lobe, bearbeitet mit Photoshop

Bestes Rollenspiel

Dieses Jahr fehlten die großen Kaliber wie The Witcher, Fallout oder ein neues Elder Scrolls. Dafür lieferten sich zwei Spiele ein enges Rennen.

Beeindruckend: Die Karriere des Jonah Lobe hangelt sich entlang einiger der wichtigsten Bethesda-Titel – und auch das legendäre Monster Deathclaw aus Fallout 4 geht auf seine Kappe.

Volle sieben Jahre hat der Künstler beim Studio hinter The Elder Scrolls und Fallout beruflich verbracht – und im Verlauf dieser Zeit zahlreiche fantastische Monstren zu Papier gebracht. Jetzt gewährt der Mann Einblicke, die besonders Fans von Fallout faszinieren dürfte. Auf dem Weg dorthin erklärt eine Star Wars-Legende, woraus eigentlich der Rancor entstanden ist. Spoiler-Alert: Es hat mit Kartoffeln zu tun.

Der Weg des Fallout-Künstlers – vorbei an Pixar direkt zu Bethesda

Gewidmet haben die englischsprachigen Kolleg*innen von Game File Jonah Lobe jetzt ein kleines Porträt, das den Werdegang des talentierten Mannes nachzeichnet, derselbe jahrelang einige der wichtigsten Rollenspiele aus dem Hause Bethesda mitgestaltet hat.

Für Lobe hat die Karriere, wie für viele Arbeitnehmer*innen auch, nach Abschluss der Universität angefangen. Damals zerriss ihn die Frage, ob er sich der Film- oder der Videospielindustrie zuwenden sollte – bis ihn ein Besuch beim Animations-Giganten Pixar (Alles steht Kopf, Toy Story) davon überzeugte, den Pfad Richtung Gaming zu beschreiten. Er besuchte einen Studienkollegen, der bei Pixar untergekommen war.

Der ehemalige Kommilitone zeigt Lobe seine aktuelle Arbeit: eine Technologie, die Wasser physikalisch korrekt von Autos abperlen ließ. So etwas verschreckte Lobe. „Fünf Jahre lang an Grashalmen arbeiten“, war seine Absicht nicht, wie er augenzwinkernd sagt. In einem der vielen Unternehmen aus der Videospielindustrie mit damals überschaubaren Teams sah er eher seine berufliche Zukunft. Im Jahr 2005 war das Schicksalsjahr, als der künftige Kreative hinter einigen der ikonischen Kreaturen aus The Elder Scrolls und Fallout einen Job bei Bethesda ergatterte. Damals stand Bethesda kurz davor, The Elder Scrolls 4: Oblivion zu veröffentlichen.

In einem kompakt-informativen Insta-Video erklärt Lobe, wie er Deathclaw bei Bethesda entwickelt hat.

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Zeit bei Bethesda und Geburtsstunde von Deathclaw

Oblivion ist ein Titel, der die Gaming-Welt mit Haut und Haar einnehmen sollte. Im Verlauf seiner sieben Jahre beim Computerspielgiganten hat Lobe seine Kunst in einige der wichtigsten Rollenspiele der letzten Jahre gewrungen – Fallout 3 & 4 und The Elder Scrolls 5: Skyrim zählen zu seinem Portfolio. Jenseits davon funkeln auf seinem Artstation-Account blickschöne Zeichnungen und Grafiken aus dem Popkultur-Kosmos: Pennywise aus Stephen Kings Es oder ein scharlachrotes H.R. Giger-Alien.

Die Kreation jedoch, für die sich Lobe einen Ehrenplatz in der Gaming Hall of Fame errungen hat, ist das Monster Deathclaw aus Fallout 4 – mehr ikonisch geht nicht. Auf Instragram und YouTube erklärt er, wie die gar nicht so knuffige Bestie entstanden ist. Spoiler-Alert: In Deathclaws DNA schwimmen Bestandteile von Chamäleon, Alligator, Echse, Python, Stier und Panther.

Bei Minute 19:45 erklärt euch Lobe die ganze Geschichte zu Deathclaws Geburtsstunde.

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Kuriose Randnotiz: Als Lobe endlich seinen Deathclaw aus Fallout 4 der Welt präsentieren konnte, kontaktierte er Phil Tippett, den legendären Visual Effects-Künstler, der sich mit seiner Arbeit an Jurassic Park, Star Wars oder Robocop unsterblich gemacht hat. Der verriet Lobe dann, woran sich seine Inspiration beim fleischfressenden Rancor entzündet hat, der seinen ersten Auftritt in Die Rückkehr der Jedi-Ritter von 1983 hatte. Laut Tippett ist der Rancor im Grunde eine „Kreuzung aus Bär und Kartoffel“.

Apropos Fallout: Wer tiefer in die faszinierende Welt von Fallout eintauchen möchte, für die oder den haben wir fünf Theorien vorgestellt, die ihr trotz ihres Grusel-Faktors unbedingt kennen solltet.

Quellen: Game File, Art Station /@Jonah Lobe, Instagram /@iamjonahlobe, YouTube /@Jonah Lobe, Twitter /@Phil Tippett

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