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GTA 5: Story-DLC war schon halb fertig – aber Rockstar sah das große Geld an anderer Stelle

Aus unterschiedlichen Quellen wissen wir, dass es für GTA 5 einen DLC hätte geben sollen. Ein Beteiligter erklärt nun, warum die Reißleine gezogen wurde.

Charakter Trevor aus GTA 5
© Rockstar Games

GTA 6: alle Infos zur heiß ersehnten Fortsetzung

Die GTA-Reihe ist eine der erfolgreichsten Spiele-Serien weltweit. Millionen von Spielern fiebern dem neuesten Teil des Actionspiels entgegen. Wer den Release von GTA 6 kaum erwarten kann, bekommt hier vorab die wichtigsten Infos.

Auch wenn der Blick der Fans schon seit einer Weile starr in die Zukunft von GTA gerichtet ist, gibt es ab und zu noch Gründe innezuhalten und die Gegenwart der Reihe in Augenschein zu nehmen. Denn gerade drängt sich Grand Theft Auto 5 wieder ins Gespräch, und zwar in Bezug auf dessen vertanes Potenzial für Erweiterungen.

Auf der Straße erzählt man sich, es hätte einen Story-DLC geben sollen und das nicht nur auf dem Papier, Entwicklungsarbeiten waren wohl bereits im Gange. Allerdings kam es nie zur Fertigstellung, was laut einem ehemaligen Mitarbeiter von Rockstar auf einen ganz bestimmten Umstand zurückzuführen ist.

GTA 5 Online zu lukrativ: Hauptspiel blieb auf der Strecke

Wer sich in GTA 5 durch die Straßen von Los Santos geschlagen hat, wird sich sicherlich an den Namen Trevor erinnern. Als einer der Protagonisten des Gangster-Abenteuers hat vor allem er sich durch seine ikonische Art auf ewig im kollektiven Gedächtnis des Internets verewigt. Daher liegt die Überlegung nur allzu nahe, einen möglichen DLC mit zusätzlichen Story-Inhalten dem Wahnsinnigen höchst persönlich zu widmen. So weit führten auch die Gedankengänge der Beteiligten bei Rockstar, bis ihre Bemühungen dahingehend vorzeitig abgesägt wurden.

Da drängt sich die Frage auf, warum ein solch vielversprechendes Projekt das grüne Licht entzogen bekam. Immerhin kann sich Rockstar auf eine zahlungswillige Community stützen, deren Hunger auf GTA-Inhalte sie ganz sicher an die Kasse getrieben hätte. Vertrauen darin, ein hochwertiges Produkt zu schaffen, dürfte nach bisherigen Erfahrungen ebenfalls nicht gefehlt haben. Eine Antwort auf das Rätsel des begrabenen DLC liefert nun Joseph Rubino, ein ehemaliger Mitarbeiter von Rockstar Games, der für die Erweiterung Aufgaben eines Editors und Camera Artists übernahm.

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In einem Interview auf dem YouTube-Kanal SanInPlay spricht er über die interne Situation während der Umsetzung des GTA 5-DLC. Zu deren abruptem Ende sagt er folgendes: „Als GTA Online rauskam, war es so ein Geldbrunnen und bei Spieler*innen dermaßen beliebt, dass es schwierig war zu verargumentieren, dass ein alleinstehender DLC umsatztechnisch mithalten könnte. Wenn ich jetzt zurückblicke, würde ich sagen, dass man beides machen könnte. Es war eine geschäftliche Entscheidung, die getroffen wurde. Mich hat das ein wenig geärgert.“

Seiner Aussage nach war die Entwicklung, bereits etwa zur Hälfte abgeschlossen, als die Entscheidung fiel aufzugeben. Rubinos Informationen zufolge wurden fertige Teile später in GTA Online verbaut, weshalb glücklicherweise nicht alles vollständig in der Tonne gelandet ist. Trotzdem bleibt bei ihm und wohl auch bei den vielen Fans, die später durch Leaks von den DLC-Plänen erfahren hatten, das Gefühl zurück, zusätzlichen Content für das Hauptspiel GTA 5 vermissen zu müssen. Vermutlich lässt sich dieser Frust mit der Vorfreude auf Grand Theft Auto 6 überschatten, zu dem weiterhin fleißig Spekulationen angestellt werden.

Quelle: YouTube / SanInPlay

Kommentare

9 Kommentare

  1. Wie kommt man denn jetzt auf die Idee, GTA6 würde politisch korrekt? Beim letzten Trailer gepennt oder so? Wird wahrscheinlich genauso zahnlos wie eh und je.
    Die Hauptbotschaft von GTA6 wird, gemessen am Trailer, "lol social media".

  2. batsi84 hat geschrieben: 09.07.2024 11:13 In Sachen "Political Correctness" wird es auf jeden Fall eine Gradwanderung für Rockstar, wenn man bedenkt dass Teile des Internets schon ausflippen, wenn die Hauptfigur nicht weiß, männlich und hetero ist.
    Auch das ist typisch Internet: Stehst du nicht auf meiner Seite, bist du ganz weit weg auf der anderen. Ich mag es nur nicht, wenn Kunst nach Checkboxen gemacht wird, von Leuten, die nach Checkboxen angestellt wurden, und/oder wenn man einen gegebenen Stoff kapert und alles umdreht, was darin ist und den Leuten mal gefallen hat. Mach dein eigenes Ding, wenn dir ein Stoff nicht gefällt.
    Man könnte jetzt denken, das seien gute Leute mit Moral, weil sie sich so darum bemühen, dass jeder repräsentiert wird, aber hört man diese Leute jemals über Aspekte wie Crunchtime, Massenentlassungen, räuberische Transaktionen und unfertige Spiele weinen? Nein, weil es sie nicht kümmert, es geht nur um die Botschaft.

  3. GTA 5 war geil - GTA online war für mich einer der Multiplayertitel die mich über die Jahre immer wieder anzogen haben und mit vielen hundert Stunden Spass versorgt.
    Ob ich deren Shark-Cards toll finde weiß ich nicht. Ich habe mir nie eine gekauft.
    Das geseier was in den News steht finde ich schon arg an der Grenze zu f**ke-News....

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