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Penny’s Big Breakaway angespielt: So viel Spaß macht der 3D-Plattformer der Sonic Mania-Macher

Angespielt: So viel Spaß macht der 3D-Plattformer der Sonic Mania-Macher

© Evening Star / Private Division

Während Penny’s Big Breakaway für viele noch als unbeschriebenes Blatt gelten dürfte, weckt der Name Sonic Mania nicht nur bei Fans des blauen Igels Erinnerungen an ziemlich gelungene Highspeed-Action.

 

Dabei stecken hinter beiden Spielen die gleichen Entwickler, nämlich das Team von Evening Star rund um Christian Whitehead. Nachdem man mit Sonic Mania basierend auf dem populären Sega-Franchise ein Gefühl für das Plattformer-Genre bewiesen hat, will man mit Penny’s Big Breakaway nun sein eigenes Ding machen. Wir haben uns für euch durch die ersten Welten geschwungen und verraten, was sich hinter dem Yo-Yo-tastischen Titel verbirgt.

© Evening Star / Private Division

Penny’s Big Breakaway: Doppelte Sticks, doppelter Spaß?

Im Ankündigungstrailer wirkt Penny’s Big Breakaway zunächst wie ein klassischer Oldschool-3D-Plattformer im Stil von Super Mario 64 oder Banjo-Kazooie: Bunte Welten, ein nicht weniger bunter Hauptcharakter und eine ganze Menge Sammelkram an jeder Ecke. Ein Versprechen, dass das aktuell für den großen Release-Zeitraum von 2024 geplante Spiel auch beim Anzocken hält, nur dass sich einer der größten Unterschiede bereits nach den ersten Sekunden enthüllt.

Denn in Penny’s Big Breakaway habt ihr keine Kontrolle über die Kamera: Während ihr euch mit dem linken Stick des Controllers natürlich durch die Gegend bewegt, ist der rechte für die Steuerung des Yo-Yos verantwortlich, das elementar für halsbrecherische Sprungmanöver ist. Zwar lässt sich das in den Optionen anpassen, dadurch verliert ihr aber ein Stück Präzision und die Kamera könnt ihr deshalb trotzdem nicht bewegen.

Das mag für einen 3D-Plattformer auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig wirken und tatsächlich hätte ich mir in der ein oder anderen Situation gewünscht, die Perspektive beeinflussen zu können. Trotzdem funktioniert die mir folgende Kamera größtenteils überraschend gut und lässt mich die für das Genre innovative Art der Steuerung genießen. Die hat sich ganz dem Motto „Easy to learn, hard to master“ verschrieben und ermöglicht einen schnellen Spielstart, bei dem mir gleich bewusst wird, dass hier wirklich viel Luft nach oben ist, wenn ich alle Möglichkeiten ausreizen möchte.

Ganz so leicht von der Hand wie andere 3D-Plattformer geht Pennys Twin-Stick-Steuerung nicht, aber Übung macht bekanntlich den Meister.

Mit einem doppelten Tippen des rechten Sticks dashe ich nach vorne und kann mich durch das einfache Bewegen jederzeit mit dem Yo-Yo über Abgründe schwingen sowie für kurze Zeit in der Luft hängen bleiben. Beide Manöver lassen sich beliebig miteinander kombinieren und sorgen zusammen mit der Möglichkeit, auf dem Yo-Yo wie auf einem Skateboard zu rollen für eine Menge Momentum, um wie ein geölter Blitz durch die Level zu huschen. Lediglich das Abspringen von Stangen kann ab und an etwas fummelig sein und hemmt die sonst motivierende Lernkurve.

Die Pinguine sind los

Die Einflüsse von Sonic Mania werden derweil beim Aufbau des Spiels und dem Weltendesign erkennbar: Jeder Bereich ist in verschiedene Zonen eingeteilt, die sich jedoch optisch das gleiche Thema teilen und wie aus einem Guss wirken. Alles strahlt verspielt und knallbunt um die Wette und lädt zur genaueren Erkundung ein, die sich auch wegen den gut versteckten Sammelgegenständen lohnt. In jedem Level könnt ihr nicht nur besondere Schrauben finden, die sich dann für Bonusstages einlösen lassen; auch ein paar der NPCs wollen euch mit kleineren Aufgaben bei der Stange halten.

Damit Penny’s Big Breakaway nicht zu einem gemütlichen Sonntagnachmittag-Spaziergang wird, müsst ihr regelmäßig vor einer ganzen Armee an Pinguinsoldaten davonlaufen, die euch nach einem Affront gegen den König verhaften wollen. Kleben fünf der flugunfähigen Schnabelträger an euch, geht es zum letzten Checkpoint zurück; vorher könnt ihr einzelne Pinguine durch das Ausführen von Tricks, beispielsweise dem Dash oder dem Schwinger, abschütteln.

Die Pinguine sind los: Wer hier nicht die Beine und das Yo-Yo in die Hand nimmt, wird von den Flattermännern überrannt.

Was auf den ersten Blick wie ein bizarres Feature wirkt, entpuppt sich als äußerst dienlich, um die Spannung und das Spieltempo oben zu halten. Außerdem dürfen sich die Flattermänner kreativ austoben: Laufen euch die ersten Pinguine nur stumpf hinterher, stellen sie in den späteren Leveln auch mal Fallen auf und versuchen euren Fluchtweg zu antizipieren oder hetzen euch noch mehr ihrer Artgenossen auf den Hals, wenn ihr durch Suchscheinwerfer lauft. Zu Beginn war die verfolgende Meute nur selten eine Gefahr, doch wenn Penny’s Big Breakaway im späteren Spielverlauf zunehmend knackiger wird, dürfte sich das schnell ändern.

Kein Yo-Yo-Effekt?

Mit Sonic Mania konnte ich, trotz der vielen Qualitäten und des hervorragenden Soundtracks des Spiels, ehrlich gesagt wenig anfangen – und war bei der Enthüllung von Penny’s Big Breakaway trotzdem enthusiastisch gestimmt. Meine ersten Schritte und Yo-Yo-Schwünge bestätigen dieses Gefühl: Ein bisschen Gewöhnung braucht die Twin-Stick-Steuerung ehrlicherweise, besonders wegen der nicht kontrollierbaren Kamera und den etwas fummeligen Fahnenstangen – wer Pennys ganzes Potenzial ausschöpfen möchte, sollte etwas Zeit und Geduld mitbringen.

Abgesehen davon konnte mich Penny’s Big Breakaway in den ersten Welten aber bereits fesseln: Spaßiges Movement mit jeder Menge Möglichkeiten trifft auf eine charmante Präsentation und einigen Sammelgegenständen für mutige Entdecker. In die Bonuslevel habe ich nur kurz reingeschaut, ahne aber bereits, dass hier einige wirklich knackige Herausforderungen auf Genre-Fans warten dürften. Wann genau Penny’s Big Breakaway dann erscheint, steht aktuell noch nicht fest – interessierte Spieler können sich beim Release zwischen dem PC, der Nintendo Switch, der PlayStation 5 und der Xbox Series X | S als Plattform entscheiden.

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