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PlayStation: Sony mit riesiger Entlassungswelle – ganzes Studio wird geschlossen

Sony entlässt 900 Mitarbeiter und schließt London-Studio

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Die Entlassungswelle in der Videospiel- und Techbranche hat nun auch Sony Interactive Entertainment erreicht: Der PlayStation-Konzern setzt mehrere hunderte Angestellte vor die Tür. Darüber hinaus wird ein Studio in Europa dauerhaft geschlossen.

Laut Sony sei das ein notwendiger Schritt, um „das Unternehmen für die Zukunft zu rüsten“. Dafür gehe man einen Schritt zurück, damit man „weiterhin die besten Spielerfahrungen für die Community“ entwickeln kann. Betroffen sind von der Entlassungswelle mehrere PlayStation Studios, wobei es insbesondere das PlayStation London Studio besonders hart trifft. 

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Sony: Entlassungswelle beim PlayStation-Konzern

Insgesamt entlässt Sony Interactive Entertainment laut eigener Mitteilung rund 900 Mitarbeiter beziehungsweise etwa 8 Prozent seiner weltweiten Angestellten. Welche Studios davon im Detail betroffen sind, geht überwiegend aus der von Präsident Jim Ryan veröffentlichten E-Mail nicht hervor – mit zwei Ausnahmen.


Das PlayStation London Studio wird komplett geschlossen. Seit 2002 wurden in der britischen Hauptstadt zumeist experimentelle Spiele entwickelt, darunter etwa Singstar und verschiedene EyeToy-Games. Zuletzt lag der Fokus auf der Entwicklung von Titeln für die PlayStation VR. Außerdem arbeitete das Team an einem kooperativen Multiplayer-Spiel für die PlayStation 5, welches in einem modern angehauchten Fantasy-London spielen sollte.

Ebenfalls betroffen, ebenso in England beheimatet und zuletzt auch für VR-Titel bekannt: Firesprite. Die Macher von Horizon: Call of the Mountain werden verkleinert und dementsprechend müssen Mitarbeiter gehen. Welche Auswirkungen das auf Sonys VR-Geschäft hat, bleibt abzuwarten.

Auch Sonys Top-Studios betroffen

Darüber hinaus, so berichtet es Bloomberg-Journalist Jason Schreier, sind auch Naughty Dog, Insomniac Games und Guerilla Games von den Entlassungen betroffen. Die Entscheidung kommt nur wenige Tage nach dem Finanzbericht Sonys, bei dem das Unternehmen äußerte, weniger Konsolen verkauft zu haben, als man eigentlich angenommen hat.

Die interne E-Mail schließt Jim Ryan derweil mit folgenden Worten ab: „Auch wenn dies schwierige Zeiten sind, ist dies kein Zeichen für einen Mangel an Stabilität in unserem Unternehmen, unserer Marke oder unserer Branche. Unser Ziel ist es, agil und anpassungsfähig zu bleiben und uns weiterhin darauf zu konzentrieren, jetzt und in Zukunft die bestmöglichen Spielerlebnisse zu bieten.“

Sony ist zudem nicht der einzige Konzern, der in letzter Zeit unzählige Mitarbeiter entlassen hat. Erst Ende Januar warf Microsoft über 1.900 Mitarbeiter raus. Auch beim Engine-Hersteller Unity wurden 1.800 Stellen gestrichen, während bei Riot Games 500 Angestellte gehen mussten.

Kommentare

77 Kommentare

  1. Mich würde das wundern, wenn sie nicht mindestens nen Break Even mit der Hardware machen. Die Tintendruckerstrategie funktioniert schließlich nur, wenn man auch genug Tinte - oder in dem Fall eben Software - herstellt. Gibt ja auch schon Hintergrundrauschen, dass sie an PC-Treibern arbeiten, mal gucken ob das am Ende stimmt.

  2. Kann man den Flight Simulator nicht am PC via VR-Brille spielen? Ist natürlich ein teures Vergnügen, aber dafür hat man auch mehr als zwei, drei Spiele zur Auswahl.
    Sony hätte die PSVR2 vielleicht gleich auch mit Treibern für den PC versorgen sollen, wobei ich mir nicht so sicher bin, dass man mit der (für den Preis offenbar sehr guten) Hardware alleine überhaupt Geld einfährt.

  3. GaaS ist die Kuh die gemolken wird und von der will Jeder etwas abbekommen. Und nicht nur Sony zahlt gerade dieses Lehrgeld.
    PS VR2 war auf jeden Fall riskant und fast schon verspielt. Für diesen Versuch bin ich eher dankbar. Ein paar komische Entscheidungen haben die Überlebenschancen von PS VR2 aber zusätzlich gesenkt. Trotzdem habe ich viel Stunden Gran Turismo in VR gespielt und dieses Level an Immersion/Qualität war und ist für mich ein Kaufgrund. Würde Microsoft eine VR Brille für die Series X zusammen mit einem Funktionierenden VR Modus für ihrem Flight SIM herausbringen würde ich sofort zuschlagen.
    Helldivers2 ist jetzt da, das bitte ordentlich weiter betreiben und wieder auf die Kernkompetenz konzentrieren: Storydriven, Singleplayer, Firstparty, AAA.

  4. Der Chris OLED Model Lite Pro hat geschrieben: 01.03.2024 10:26 Als Anleger würde ich erwarten, dass es wenigstens grundlegende selbstreinigende Kräfte im Konzern gibt, die dafür Sorge tragen.
    Die Anleger stehen hier doch mit im Boot, weil genau diese wissen müssten, dass Vorstände sogar bei krassen Fehlleistungen maximal nur mit einem Goldenen Fallschirm die Firma verlassen müssen. Zu erwarten, dass hier vernünftig agiert und strategisch sinnvoll entschieden wird, ist angesichts einer Kultur der Verantwortungslosigkeit ... ignorant?
    Ich mein, am Ende werden sich die Entscheider eh mit einer Millionenabfindung verabschieden dürfen. Gelitten haben am Ende - wie immer - wieder nur die Arbeiter.
    Und genau das kümmert die Anleger (gleichgültig ob große Fonds oder der Kleinaktionär) nur dann, wenn durch einen Mangel an Personal der Kurs bedroht wird. Die Anleger sind hier genauso skrupellos und egoistisch unterwegs.
    Generell stinken börsennotierte Firmen von zwei Seiten her. Führungspersonal, welches in einer Kultur der Verantwortungslosigkeit ohne großartige persönliche Konsequenzen machen kann, was es will. Und Anleger, die mit ihrem Tunnelblick auf ihre eigenen Rendite/Gewinne so ein Verhalten über Jahrzehnte hinweg auch noch gefördert haben.
    Dass der Handel mit Unternehmensanteilen durchaus sinnvoll sein kann, das Argument erkenne ich an. Doch wenn der Handel mit Unternehmensanteilen inzwischen so massive gesellschaftliche Auswirkungen hat, dass ganze Volkswirtschaften, sogar staatliche Strukturen immer mehr in ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stabilität bedroht werden, weil einige wenige sich viele, viele Jahre lang auf Kosten aller anderen skrupellos bereichert haben ... hört es für mich auf mit dem "freien Markt" in diesem Kontext.
    Doch wie immer ... das Kind muss erst in den Brunnen fallen, bevor man anfängt darüber nachzudenken, dass eine Brunnenabdeckung vielleicht eine gute Idee wäre. Sprich, es muss erst ganz gewaltig knallen, bevor es besser...

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