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Nächster Skandal bei Unity? Gleich Hunderte Mitarbeiter sollen wegen „Company Reset“ gefeuert werden

„Company Reset“ – Gleich 265 Mitarbeiter sollen entlassen werden

© Unity Technologies / Unity Technologies

Entwickler Unity hat eine ganze Reihe von Entlassungen und die Schließung von Weta Digital angekündigt, nachdem man beschlossen hat, die Vereinbarung mit Peter Jacksons Unternehmen für visuelle Effekte, Weta FX, zu beenden.

Die Entscheidung kostet Berichten zufolge gleich 265 Mitarbeitern ihren Job – insgesamt 3,8 Prozent der Belegschaft. Erst vor rund zwei Jahren, im Dezember 2021, erwarb Unity das Department von Weta Digital inklusive seiner Tools, Technologien und Mitarbeiter, für stolze 1,625 Milliarden US-Dollar.

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Nach Schließung von Weta Digital: Unity „muss sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren“


Wie Reuters berichtet, erklärt Unity, man habe den Teil der professionellen Dienstleistungen der bereits angesprochenen Vereinbarung mit Weta FX gekündigt, was die Entlassung der fast 300 Angestellten zur Folge haben wird. Weta FX würde sich einem eigenen Statement zufolge allerdings darum bemühen, so viele Mitarbeiter von Weta Digital wie möglich wieder einzustellen. Unity wird zudem in Besitz der mit dem Deal erworbenen Tools bleiben.

„Unity glaubt daran, dass das Team von Weta Digital bemerkenswert ist, aber Unity muss schlanker werden, um sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren“, heißt es in der dazugehörigen Begründung für die Entscheidung. „Unity ist außerdem der Meinung, dass es für Weta FX sinnvoller ist, die komplette End-to-End-Produktion direkt zu übernehmen. Unity wird sein Fachwissen und seine Mitarbeiter auf andere Dinge konzentrieren und Weta FX wird bei der Nutzung der Weta Tools direkt von seiner eigenen Crew unterstützt – ein kürzerer Weg, der für beide Unternehmen sinnvoll ist.“, so weiter.

Unity selbst bezeichnet den Schritt als „Company Reset“, also einen Neustart, mit dem sich das Unternehmen wieder auf den eigentlichen Kern seines Geschäfts fokussieren möchte: Die Spielentwicklung. Als zusätzliche Kostensenkungsmaßnahme wird Unity seine Büroflächen an über 14 Standorten, darunter auch jene in Berlin, reduzieren und die entsprechenden Stellen schließen. Mitarbeiter würden ermutigt werden, häufiger von ihrem Zuhause aus zu arbeiten, indem man beispielsweise Pflichtanwesenheit und Service-Leistungen in den Räumen des Unternehmens abschaffen möchte.

In Anbetracht der jüngsten Ereignisse dürften die Entlassungen dem öffentlichen Bild, welches von Unity spätestens seit dem Versuch, Gebühren für die Nutzung seiner Engine einzuführen, in den Köpfen verankert sein dürfte, nicht zugutekommen. Außerdem ist dies nicht das erste Mal in jüngerer Vergangenheit, dass der Entwickler seine Belegschaft ausdünnt: Erst im letzten Jahr wurden rund vier Prozent seiner Mitarbeiter entlassen.

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