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Death Stranding(Action-Adventure) – Paket Gear Solid

Über kein Spiel der letzten Jahre wurde im Vorfeld so viel spekuliert wie über Death Stranding. Hideo Kojima deutete in Trailern und Präsentationen eine ebenso bizarre wie dämonische Zukunft mit mysteriöser Spielmechanik an, die man in keine bekannte Schublade stecken konnte. Die Erwartungshaltung erreichte parallel zur Skepsis ihren Höhepunkt, als der Schöpfer von Metal Gear Solid sogar ein neues Genre ankündigte. Was soll das sein: „Strandlikes“? Aber noch viel wichtiger: Was für ein Spiel steckt in diesem Abenteuer für PlayStation 4?

© Kojima Productions / Sony (PS4), 505 Games (PC)

Der gestrandete Tod

So beginnt das Spiel: Nach der Entstehung von Raum und Zeit, der Entwicklung der Erde aus dem Urknall und der Geburt des Lebens strandet der Tod in der Welt. Als sich die Pforten ins Jenseits öffnen und dämonische Tote wie Nebelgeister am Himmel erscheinen, wird eine global vernetzte Gesellschaft von gigantischen Detonationen getroffen.
 
Falls jetzt jemand (Spoiler-)Angst bekommt: In diesem Test erzähle ich nichts bezüglich der Story, was über Kapitel 3 von 15 hinaus geht. Und die folgenden Erläuterungen zum Zustand der Welt beziehen sich fast ausschließlich auf die erste Stunde. Dass ich den Status quo so ausführlich darlege liegt daran, dass die Konzeption ebenso einzigartig wie relevant für die Einschätzung dieses Spiels ist. Also, seid ihr bereit?
 
Die Detonationen hinterlassen weltweit riesige Krater, während der Regen plötzlich dafür sorgt, dass bei jeder Berührung auf der Haut die Zeit vorgespult wird – deshalb altern alle Lebewesen extrem schnell. Alle Staaten brechen zusammen, Flugverkehr ist unmöglich, nur wenige überleben in isolierten Städten und Bunkern, die Geburtenrate sinkt drastisch. Tiere sterben aus, Kristalle wachsen wie goldene Hände aus dem Boden, ein neues Element namens Chiralium entsteht und sowohl die Landschaften als auch die Menschen verändern sich.

MULEs und GDs
 

Sam Porter Bridges beginnt den langen Weg nach Westen.

Mit der Zeit entwickelt sich der Homo sapiens zu einem misstrauischen, nahezu asexuellen Wesen voller Phobien und Zwänge. Boten zwischen Städten werden mit den Jahren liefersüchtig und mutieren zu so genannten MULEs – Banditen, die jede Fracht orten und rauben müssen. Sie bauen eigene Lager und lauern in der Wildnis auf Wanderer. Aber auch sie haben Angst vor den viel gefährlicheren Totengeistern, die man GDs nennt: Sie kommen mit dem Regen, wenn sich alles verdüstert und ziehen ihre Opfer in einen schwarzen Abgrund.  
 
Gestorbene Menschen müssen schnell in Hochöfen verbrannt werden, sonst explodieren sie in einem „Leeresturz“, der sogar Städte dem Erdboden gleich macht. Außerdem lauern skrupellose Terroristen da draußen, die teilweise übersinnliche Fähigkeiten der GDs nutzen, um jegliche Wiedervereinigung oder gar Rückkehr zur alten Gesellschaft zu verhindern. Was hat es mit den Stränden und Toten auf sich? Kann man den Tod besiegen, wenn er einmal in der Welt ist? Gibt es überhaupt eine Zukunft?

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