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Extermination (Action-Adventure) – Extermination

Eine einsame Forschungsstation mitten in der Antarktis. Eine verhängnisvolle Entdeckung. Außerirdische Parasiten, die ihre Wirte in Monster verwandeln. Ein verzweifelter Funknotruf, dann Stille. Erinnert Euch das alles irgendwie an Howard Hawks bzw. John Carpenters Film Das Ding aus einer anderen Welt? Uns auch, aber Sony nennt es Extermination und wir haben es für Euch getestet…

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Zudem besitzt die aufrüstbare Knarre eine automatische Zielerfassung. Da diese aber leider nicht immer zufriedenstellend funktioniert, bleibt einem das manuelle Zielen oftmals nicht erspart. Um die Schwachstellen der einzelnen Gegner gezielt aufs Korn zu nehmen, darf man auch in einen Sniper-Modus schalten, der aus sicherer Entfernung nicht nur um einiges effektiver ist, sondern auch jede Menge Munition spart.

Der Clou, alle anderen Aktionen im Spiel können mit nur einer Taste ausgelöst werden. Je nach Situation merkt das intelligente Gameplay nämlich, ob Ihr eine Türe öffnen, einen Gegenstand aufheben, einen Mechanismus aktivieren, springen, klettern oder einem feindlichen Angriff ausweichen wollt. Dabei gibt sich Riley sehr athletisch und hangelt sich an Rohren entlang, springt von Leiter zu Leiter, legt Hechtrollen hin oder baumelt mit einem Gurt befestigt von der Decke, während er den Monstern mit seinem Sturmgewehr Saures gibt.

Grafik/Sound

Rileys Animationen wirken bis auf wenige Ausnahmen sehr realistisch und geschmeidig. Aber auch die Monster bewegen sich überzeugend durch die verwinkelte Forschungsstation. Die Grafik ist generell zwar ziemlich düster, aber qualitativ auf hohem Niveau. Lästiges Kantenflimmern und Slow-Downs gibt es nicht. Gelungen ist auch der pulsierende Blur-Effekt, wenn Rileys Infektionsgrad kritische Ausmaße annimmt. Nur bei den Monsterkreationen hätten es ein paar mehr sein können – gerade mal ein halbes Dutzend sind nicht gerade umwerfend.

Mehr hätten sich manche vielleicht auch beim Soundtrack gewünscht. Dieser ist nämlich eher minimalistisch und zurückhalten, passt aber dafür gut zur beklemmenden Atmosphäre. In der Ferne grunzende Mutanten oder schnell näher kommende Schrittgeräusche lassen den Puls auch ohne orchestrale Klänge höher schlagen. Filmreife Musik und englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln gibt es fast nur bei Zwischensequenzen, der übrige Klangteppich setzt sich hingegen aus gelungenen Sound- und Ambient-FX zusammen. Atmosphärisch gesehen geht diese Rechnung jedoch auf.

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