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Tacoma (Adventure) – Zwischen Erde und Mond

Der Programmierer und Mitbegründer ihres Studios ist nicht mehr dabei, doch Karla Zimonja und Steve Gaynor machen genau dort weiter, wo sie mit Gone Home aufgehört hatten: Über das Erkunden eines verlassenen Schauplatzes erzählen sie eine geheimnisvolle Geschichte. Dank eines eleganten Kniffs fühlt sich die Raumstation Tacoma dabei sehr lebendig an. Haben die Kreativköpfe also erneut ein vor allem erzählerisch starkes Abenteuer erschaffen?

© Fullbright Company / Fullbright Company / Microsoft

Fazit

Ich habe mich auf Tacoma richtig wohl gefühlt: Zum einen sieht die Raumstation sehr schick aus und man kann große Areale frei erkunden. Zum anderen fühlt sie sich wie ein lebendiger Raum an, weil die detailverliebten Aufzeichnungen der Besatzungsmitglieder einen plastischen Ort entstehen lassen. Es macht Spaß, die glaubwürdigen Charaktere zu beobachten, durch Vor- und Zurückspulen Hintergründe zu erschließen und beim Stöbern in Unterlagen die Personen hinter den Weltraumarbeitern zu erkennen. Tacoma ist aber ein allzu geradliniges Sammeln von Informationen, das mit wenigen vernachlässigbaren Rätseln kaum den spielerischen Ehrgeiz weckt. Es verpasst zudem zentrale Handlungselemente so einzuführen, dass das auf dem Papier gelungene Ende seine Wirkung voll entfalten kann. Zu distanziert sieht man dabei zu, was auf der Tacoma geschehen ist. Zu wenig ist das, um mich wie bei Gone Home zu begeistern.

Wertung

PC
PC

Eindrucksvolles Erkunden einer lebendigen Raumstation, dem sowohl erzählerische als auch spielerische Tiefe fehlen.

One
One

Eindrucksvolles Erkunden einer lebendigen Raumstation, dem sowohl erzählerische als auch spielerische Tiefe fehlen.

Kommentare

24 Kommentare

  1. Hinter den Kulissen bei Fullbright soll es wohl derbe Zoff gegeben haben:

    Fullbright co-founder Steve Gaynor, known for his work on Gone Home and Tacoma, has stepped down from his role as creative lead on Open Roads following multiple allegations of mistreating Fullbright employees, particularly women.
    https://www.polygon.com/22610490/fullbr ... open-roads
    Wobei, im Open Roads Thread ist das wohl besser aufgehoben.

  2. sourcOr hat geschrieben: 06.08.2017 14:57 Das was ich in der Dear Esther und Gone Home z.B. erlebt habe, kriege ich in anderen traditionellen Spielen eigentlich überhaupt nicht.
    Was hast du denn in Gone Home großartig erlebt? Ich wusste nach 10 Minuten alles. Da war Null Spannung, Null Interesantes, Null überraschendes.
    Das Spiel war insgesamt ne Nullnummer und hat die gute Bewertungen nur durch einen unerklärlichen Internet-Social-Hype bekommen. Sorry, aber wie man Gone Home mehr als 20% geben kann, kann ich nicht ansatzweise nachvollziehen.
    Da war selbst Firewatch besser, dem ich aber auch höchstens 40-45% geben würde.
    Spielerische Nullnummern, Geschichten die sich selbst ein abgehalfteter Groschenroman-Schreiber nicht trauen würde zu bringen und dazu völlig überteuert.

  3. Baralin hat geschrieben: 02.08.2017 23:11 Oh, mhh. Ich weiß noch nicht. Gone Home und Firewatch liebe ich!
    Ich bin jetzt in schwerem Zweispalt. Firewatch habe ich geliebt und es hatte mit das beste Voice-Acting, dass ich jemals in einem Videospiel erlebt habe. Großes Kino!
    Gone Home war für mich die größte Enttäuschung der letzten Jahre.
    Von daher warte ich 1-2 Jahre bis Tacoma mal in nem Sale für 5 e oder so zu haben ist.

  4. klingt doch eiegntlich ziemlich cool, auch wenns ein paar Schwächen hat und ein bisschen kurz zu sein scheint.
    Aber man wird ja zumnidest nicht getrieben und kann sich Zeit lassen.......
    werd mir den Titel also sicherlich noch holen

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