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Die Zukunft der Xbox: Spiele für die PS5, große Hardware-Pläne und Diablo 4 im Game Pass

Alle Infos aus dem Xbox Business Update zusammengefasst

© Microsoft / Microsoft

Tschüss Xbox oder doch nur alles heiße Luft? In einem über 20 Minuten langen Xbox Business Update hat sich die Führungsriege rund um Phil Spencer getroffen, um über die Zukunft der Xbox-Division von Microsoft zu reden – und über die vom 69 Milliarden US-Dollar schweren Activision-Blizzard-Kauf.

Dabei wurde eine Sache von Phil Spencer direkt zu Beginn klargestellt: Es werden lediglich vier Spiele, die es bislang nur für den PC und die Xbox-Konsolen gibt, auch auf weitere Plattformen portiert. Dies soll jedoch nicht als Signal verstanden werden, dass man bei Microsoft nun von der Exklusivität der eigenen Spiele abrückt. Was das genau bedeutet, fassen wir für euch kurz und knapp zusammen.

Die Zukunft der Xbox: Spiele für die PS5, große Hardware-Pläne und Diablo 4 im Game Pass

Alle Infos aus dem Xbox Business Update zusammengefasst

Xbox: Welche Spiele erscheinen für PS5 und Nintendo Switch?

„Wir haben die Entscheidung gefällt, dass wir vier Spiele auf andere Konsolen bringen werden“, heißt es von Phil Spencer zu Beginn des Xbox Business Updates. Welche das sind? Das wollte er nicht verraten, sondern die Ankündigung den jeweiligen Entwicklerteams überlassen, die sich bereits Plän zurecht gelegt haben. Es handelt sich jedoch definitiv nicht um Starfield und Indiana Jones and the Great Circle handeln, wie der Xbox-Chef deutlich macht.

Die vier Titel sollen stattdessen zwei kleinere Spiele und zwei „community driven“-Games sein. An der Stelle lässt sich anhand früherer Gerüchte spekulieren, dass vermutlich damit Pentiment, Hi-Fi Rush, Sea of Thieves und Grounded gemeint sind. Bestätigt sind die Titel bislang aber nicht.

Laut Spencer wird es auch vorerst nur bei diesen vier Spielen bleiben. Die Entscheidung würde außerdem nichts daran ändern, dass man bei Microsoft weiterhin an Xbox-exklusiven Spielen festhält. Dennoch geht Spencer davon aus, dass es in Zukunft weniger konsolenexklusive Produktionen geben wird, und zwar über die gesamte Branche hinweg. „Ich bin der festen Überzeugung, dass in den nächsten fünf bis zehn Jahren Exklusivspiele, also Spiele, die nur für ein bestimmtes Endgerät verfügbar sind, einen immer kleineren Teil der Spieleindustrie ausmachen werden.“

Was heißt das für die Zukunft?

Die vier Spiele sind für Microsoft, so deutet es sich an, vorerst ein kleiner Test: Wie kommt das bei den Kunden an? Nehmen PS5- und Switch-Besitzer das Angebot an? Wie reagieren die Xbox-Fans auf die Entscheidung? Auch wenn Spencer es nicht direkt sagen möchte, aber sollte die Content-Strategie den erwünschten Erfolg bringen, dann könnten in Zukunft noch weitere Xbox-Spiele diesen Weg gehen.

In einem Interview mit den englischsprachigen Kollegen von The Verge schließt Spencer deshalb solche Möglichkeiten nicht explizit aus. „Ich denke nicht, dass wir als Industrie jemals ausschließen sollten, dass ein Spiel für eine andere Plattform erscheint.“ Aktuell würde aber an keinen weiteren Portierungen gearbeitet werden, außer den im Podcast genannten vier Xbox-Games.

Beim Thema Hardware beschwichtigt derweil Sarah Bond, Präsident der Xbox-Division: Man wird nicht aus dem Konsolen-Business aussteigen. „Es gibt einige spannende Hardware-Neuheiten, die wir noch in diesem Jahr präsentieren werden, und wir setzen auch auf die Roadmap der nächsten Generation. Worauf wir uns wirklich konzentrieren, ist der größte technische Sprung, den man je in einer Hardware-Generation gesehen hat“, heißt es von ihr im Podcast.

Was ist mit Activision-Blizzard?

Neben den Soft- und Hardwareplänen wurde im Podcast noch über ein weiteres Thema gesprochen: Der Kauf von Activision-Blizzard. Immerhin hat Microsoft dafür eine riesige Summe hingeblättert und das wird sich auf den Game Pass auswirken – keine Sorge, eine weitere Preiserhöhung wurde nicht angekündigt.

Stattdessen wird ab 28. März Diablo 4 im Xbox Game Pass und PC Game Pass erscheinen und das erste Spiel aus dem Activision-Blizzard-Katalog sein. Welche Games danach folgen und in welchem zeitlichen Abstand, das wollte Sarah Bond noch nicht verraten. Nur eine Sache war ihr und Booty noch einmal wichtig zu betonen: Auch in Zukunft werden Spiele der Xbox Game Studios weiterhin am Releasetag im kostenpflichtigen Abo erhältlich sein.

Zu guter Letzt hatte das Xbox-Trio noch eine Sache zu verkünden: Im Juni wird es wieder traditionell einen großen Xbox-Showcase geben, bei dem vermutlich auch der eine oder andere neue Titel angekündigt. Mit dabei? Vielleicht das diesjährige Call of Duty, welches angeblich im Oktober erscheinen soll.

Kommentare

41 Kommentare

  1. Akabei2 hat geschrieben: 16.02.2024 18:21 Ich habe keine Ahnung wovon du redest.
    Ich bin eingestiegen, als VanRay den Einstieg von MS auf der Playstation als Scheitern interpretiert hat und habe dann die Playstation-Spiele auf Steam verlinkt.
    Nochmal: MS scheitert, Sony macht das, weil man einfach cool ist? Na gut, dann ist das eben so. Muss ich wohl erstmal schlau machen.
    Nicht alles, was hinkt ist auch ein Vergleich. Ein äquivalenter Vergleich wäre gewesen, wenn Sony ihre Spiele auch auf die Xbox bringen würden, immerhin geht es darum, ob MS 1st-Party Spiele auf die Playstation bringt.

  2. Ich habe keine Ahnung wovon du redest.
    Ich bin eingestiegen, als VanRay den Einstieg von MS auf der Playstation als Scheitern interpretiert hat und habe dann die Playstation-Spiele auf Steam verlinkt.
    Nochmal: MS scheitert, Sony macht das, weil man einfach cool ist? Na gut, dann ist das eben so. Muss ich wohl erstmal schlau machen.

  3. Akabei2 hat geschrieben: 16.02.2024 17:19 Und Sony bringt Spiele als Publisher auf den PC, weils bei denen so super läuft, das man einfach mal generös sein will?
    Also ernsthaft, wenn man das eine als ein Eingeständnis des Scheiterns wertet und das andere nicht... hat man wohl eine sehr eigene Sicht auf die Dinge.
    Worüber reden wir denn jetzt? Über die aktuellen Entscheidung seitens MS ihre Spiele so nach und nach auf die Playstation zu bringen, was irgendwie Novum-Charakter hat, oder über die allgemeine Entertainment-Branche die nach 5, 6 Jahren (inkl. Corona) einen Hype sondersgleichen erlebt hat und nun anfängt zu bröckeln?
    Sony scheitert auch, auf länger Sicht und Nintendo allerdings auch, aber auf noch längerer Sicht.

  4. Und Sony bringt Spiele als Publisher auf den PC, weils bei denen so super läuft, das man einfach mal generös sein will?
    Also ernsthaft, wenn man das eine als ein Eingeständnis des Scheiterns wertet und das andere nicht... hat man wohl eine sehr eigene Sicht auf die Dinge.

  5. Akabei2 hat geschrieben: 16.02.2024 17:02Du wirst lachen, ich kenne ein, zwei Leute die sich keine Playstation kaufen, wenn es das alles auch auf PC gibt oder zählt das grundsätzlich nicht als Konkurrent, weil Gründe?
    Was hat denn das damit jetzt zu tun? Das Thema ist, dass MS als Publisher Spiele auf die Playstation bringt und das würden die nicht tun wenn alles im Haus gut läuft.
    Deswegen der Einwurf bzgl. des Eingeständnis seitens MS.

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