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Assassin’s Creed Shadows: Interview mit Assistant Narrative Director Brooke Davis

Auf dem Summer Game Fest haben wir im Rahmen der Assassin’s Creed Shadows-Präsentation ein Interview mit Assistant Narrative Director Brooke Davis geführt

Assassin's Creed Shadows: Die Protagonisten Yasuke und Naoe
© Ubisoft

Die Top 10 der besten Assassin’s Creed Spiele

Assassin’s Creed ist die wichtigste Videospielereihe des Spieleentwicklers Ubisoft. Mittlerweile wurden etliche Serienteile des Spiels veröffentlicht. Da stellt sich natürlich eine große Frage: Was ist eigentlich das beste Assassin’s Creed? Wir haben uns beraten und verraten euch, welches die zehn besten Assassin’s Creed-Spiele der Hauptreihe sind – rein subjektiv versteht sich natürlich!

Auf dem Summer Game Fest hat Ubisoft erstmals Gameplay zum im Herbst erscheinenden Assassin’s Creed Shadows gezeigt und bei vielen Fans der Reihe wie auch Japan-Liebhabern neue Euphorie entfacht.

Wir waren vor Ort und konnten und im Anschluss an die Präsentation mit Brooke Davis, Assistant Narrative Director von Assassin’s Creed: Shadows, zusammensetzen und ihr ein paar Fragen zum beeindruckenden Action-Adventure mit Samurai Yasuke und Kunoichi Yaoe stellen.

Assassin’s Creed Shadows: „Yasuke war eine großartige Chance“

4P: Zum ersten Mal kann man in Assassin’s Creed Shadows mit dem Samurai Yasuke einen historischen Charakter spielen, den es auch tatsächlich einmal gegeben hat. Welche Herausforderungen gingen damit einher?

Brooke Davis: Das Team war sofort davon überzeugt, dass man mit Yasuke eine großartige Chance für einen besonderen Charakter hat. Es ist nur sehr wenig über ihn bekannt – was wir wissen, ist, dass er dem Daimyo Oda Nobunaga diente, der zu der Zeit ein wichtiger Herrscher in Japan gewesen ist. Deshalb ist anzunehmen, dass auch Yasuke in den Kontakt mit bedeutenden Leuten gekommen ist. Das konnte unser Narrative Team als Möglichkeit aufgreifen, eine interessante Geschichte zu spinnen. Weil wir nur wenig wissen, hat uns das eine gute Gelegenheit gegeben, die Lücken mit spannenden Inhalten zu füllen.

Japan im 16. Jahrhundert – so haben sich Fans ein Assassin’s Creed-Setting seit Jahren sehnlichst erhofft. Credit: Ubisoft

4P: Spannend ist auch der Schauplatz: Das feudale Japan ist ja wie geschaffen für ein Assassin’s Creed. Fans haben ein solches Setting schon lange erwartet. Warum hat es so lange gedauert, bis diese Idee tatsächlich realisiert wurde?

Davis: Die Geschichte ist umfang- und variationsreich. Wir haben in der Vergangenheit immer aus verschiedenen Regionen und Epochen wählen können und es hat gut auf die Prämisse von Assassin’s Creed gepasst. Das ist auch etwas, was die Community immer positiv bewertet hat. Für das feudale Japan haben viele in unserem Entwicklungsteam eine starke Leidenschaft, also haben wir 2020 entschlossen, dass wir daraus etwas machen wollen. Die Dynamik in der Welt, das Wetter, die politischen Gegebenheiten – wir glauben, dass wir das alles sehr realistisch und detailliert abbilden konnten. Und das hat uns viel Spaß bereitet.

„Jahreszeiten haben einen großen Effekt auf das Spiel“

4P: Du hast das Wetter erwähnt – kannst du uns verraten, inwiefern Wetterumschwünge und Jahreszeitenwechsel in Assassin’s Creed Shadows einen Einfluss auf das Spiel haben?

Davis: In der Gameplay-Demo gibt es einen Part, wo Naoe durch einen flachen Tümpel taucht und durch ein Bambusrohr atmet. Wenn du diese Quest im Winter absolvierst, ist diese Option nicht möglich, weil das Wasser gefroren ist. Dafür kann der Schnee eine weitere Möglichkeit sein, sich zu verstecken. Die Jahreszeiten haben einen großen Effekt auf viele Teile des Spiels, auch die Tageszeiten. In der Nacht können zum Beispiel Lichter und Fackeln gelöscht werden, um sich besser in der Dunkelheit verbergen zu können.

Wenn ihr als Kunoichi Naoe spielt, bewegt ihr euch deutlich schleichender und assassinenhafter. Credit: Ubisoft

4P: In der Gameplay-Demo haben wir auch gesehen, dass man an bestimmten Stellen des Spiels entscheiden kann, ob man eine Quest als Yasuke oder lieber als Naoe absolvieren will. Haben diese Entscheidungen einen Effekt auf das Spielgeschehen?

Davis: Die Charaktere unterscheiden sich im Gameplay – ihr könnt den verborgenen Weg von Naoe wählen oder den offensiven von Yasuke. Je nachdem, wie ihr euch entscheidet, habt ihr manchmal dabei auch die Möglichkeit, NPCs auf andere Weise zu erleben und kennenzulernen. Das kann eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, Vertrauen oder eine freundschaftliche Verbindung zu einem Charakter aufzubauen.

Der neueste Eintrag in der populären Action-Adventure-Reihe lässt noch ein paar Monate auf sich warten. Assassin’s Creed Shadows erscheint am 15. November für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC. Was unser Eindruck vom Gameplay auf dem Summer Game Fest war, könnt ihr hier lesen.

Kommentare

3 Kommentare

  1. Ups, der Artikel hat ja schon ein paar Stündchen aufm Buckel. :wink:
    Anmerkung: Nach meiner Auffassung ist der Part, wo die Person über die Auswirkungen der Jahreszeiten auf die Möglichkeiten innerhalb von Missionen redet, ziemlicher Mumpitz. Was ich mir beim besten Willen noch vorstellen kann ist, dass sich die Jahreszeit(en) über den Verlauf der Hauptgeschichte hinweg ändert, denn diese erstreckt sich in AC-Games ja gern über mehrere Jahre.
    Aber ziemlich sicher wird es KEINE dynamische und von bestimmten Storypunkten unabhängige Änderung der Jahreszeit geben. Das wäre jedenfalls ziemlich innovativ, und Ubisoft ist ... na ja, nicht unbedingt für seine Innovationsenergie bekannt.

  2. Antagonist hat geschrieben: 18.06.2024 22:00Mir fällt kein vernünftiger Grund ein, diese Figur in diesem Spiel zu nutzen.
    Mit Yasukes Figur kann man sich (auch erzählerisch) von anderen Spielen wie "Ghost of Tsushima" oder "Rise of the Ronin" abheben, vermehrt Spieler außerhalb von Europa und den USA ansprechen und nebenbei hat man noch eine Diskussion darüber ausgelöst, in wie weit das Franchise historisch akkurat und realistisch ist :)

  3. Ich muss gestehen dass ich mich mit der Figur Yasuke immer noch schwer tue. Er wirkt für mich immer noch wie ein Fremdkörper. "Fremde" die in japanische Erzählugnen eingebunden sind sind nichts neues ich verweise auf Figuren wie John Blackthorne (Shogun), aber diese sind ja auch nicht unproblematisch. Mich hat in erster Linie die "typisch schwarze Stimmfärbung" des Darstellers im englischsprachigen Trailers aus der Immersion gerissen.
    Mir fällt kein vernünftiger Grund ein, diese Figur in diesem Spiel zu nutzen. Ich kann nur Mutmaßen dass Ubisoft interne Vorgaben zur Diversität maßgeblich waren. Und auch wenn ich mehr Diversität in allen Medien grundsätzlich gutheiße, gibt es eben auch Szenarien in denen sie fehl am Platze ist.
    On top kommt noch dass ich zwar gefühlt 10+ Jahre auf einen Assassins Creed Teil gewartet habe der in Japan spielt, ich aber mittlerweile die Ubisoft Formel nicht mehr ertrage. Wird für mich definitiv kein Day-one Kauf, vielleicht greie ich in 2-3 Jahren mal eine "complete Edition" im Sale ab.

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