Veröffentlicht inTests

Harvest Moon 3D: A New Beginning (Simulation) – Harvest Moon 3D: A New Beginning

Der seit Ende der 90er Jahre existierende Anime-Bauernhof Harvest Moon hat sich in den letzten Jahren kaum weiterentwickelt. Im jüngsten Ableger, A New Beginning, deutet Marvelous jedoch einen Neustart an. Was sich genau dahinter verbirgt, klärt der Test.

© Marvelous AQL / Marvelous AQL / Zen United

Virtueller Streichelzoo

Sowohl Stall als auch Tiere sollten regelmäßig gereinigt werden.
Sowohl Stall als auch Tiere sollten regelmäßig gereinigt werden. © 4P/Screenshot

Man investiert in Düngemittel, Medikamente und Leckerli, gönnt sich immer mehr und effektivere Gerätschaften und kümmert sich liebevoll um Pflanzen und Tiere. Neben Nutztieren wie Kühen, Schafen, Hühnern oder Alpakas kann man sich in Wald und Wiese auch das Vertrauen anfangs noch scheuer Wildtiere wie Hasen, Füchsen oder Bären gewinnen.

Der sowohl lokal als auch online zur Verfügung stehende Mehrspielermodus beschränkt sich allerdings auf interaktive Tierschauen und Tauschlotterien für bis zu vier Gleichgesinnte auf neutralem Boden. Das Besuchen anderer Spielerhöfe oder Handeln mit deren Besitzern ist leider nicht möglich. Dafür kann man den Spielstand nicht mehr nur vorm Schlafengehen, sondern neuerdings überall und jederzeit speichern.

Planung ist das halbe Leben

Auch abseits von Stall und Acker gibt es einiges zu tun.
Auch abseits von Stall und Acker gibt es einiges zu erledigen. © 4P/Screenshot

Der Zeitverlauf wirkt insgesamt gut ausgewogen. Eine Minute in real entspricht ca. einer Stunde im Spiel, wobei die Uhr nun auch beim Aufenthalt in Gebäuden weitertickt. Nur während man sich in Menüs oder Gesprächen befindet, steht die Zeit vorübergehend still. Wann man seinen Tag beenden will, entscheidet man nach wie vor selbst. Wer nicht genug schläft oder zu viel arbeitet ohne zu essen, läuft allerdings Gefahr krank und damit arbeitsunfähig zu werden.

Auch Ladenöffnungszeiten und Witterungen gilt es zu beachten. Zur besseren Planung stehen Wetterprognosen in der Zeitung, während ein Blick auf den Kalender über anstehende Saisonwechsel, Geburtstage und andere Ereignisse aufklärt. Auf der Dorfkarte sieht man praktischerweise auch wieder, wer sich gerade wo aufhält. Manchmal erhält man aber auch ganz überraschend Besuch oder Post. Zu jedem erstmals verfügbaren Spielinhalt gibt es zudem eine kurze Erklärung, die Kenner natürlich überspringen dürfen.

Die 3D-Grafik wirkt trotz kipp- und rotierbarer Spielansicht nur wenig attraktiv – zu kantig und detailarm. Auch der durchaus gelungene Tiefeneffekt wiegt das kaum auf. Zudem ist die Bildrate ungeachtet der Darstellungsweise unangenehm niedrig. Während der beschwingte Soundtrack zumindest immer wieder zum Mitträllern einlädt, bleiben die Figuren im Spiel leider gänzlich stumm. Besonders für jüngere Spieler dürfte es jedoch weit schwerer wiegen, dass auch keine Lokalisierung stattgefunden hat und sämtliche Texte im Spiel auf Englisch belassen wurden.

Kommentare

4 Kommentare

Hinterlassen Sie bitte einen Kommentar.