Veröffentlicht inTests

NBA 2K6 (Sport) – NBA 2K6

Nach dem technisch verkorksten NBA Live 06 von EA blicken Basketballfans voller Hoffnung auf die Konkurrenz: Kann Take 2 mit NBA 2K6 wieder für erstklassige Spannung unter dem Korb sorgen? Und kann man auf der Xbox 360 endlich eine hoch auflösende HD-Kulisse ohne technische Einbußen wie Ruckler, Slowdowns oder Clippingfehler servieren? Wir haben auf allen Plattformen intensiv gedunkt und gepasst!

© Visual Concepts / 2k Sports

Steuerung

Die Steuerungsmöglichkeiten sind so üppig, dass sich Basketballfans vom Crossover bis zum Spin-Move und Hop-Step austoben können. Vor allem das Aufposten unter dem Korb mit anschließendem Sternschritt zum Korbleger ist wunderbar. Neu ist die gezielte Bewegungssteuerung über die Y-Taste: Während ihr den Ball habt, könnt ihr einen Mitspieler markieren und ihn über den Druck auf das Digikreuz in eine Richtung schicken. Nowitzki steht in der Zone, soll

Shaq hat man in der 360-Fassung besondere Bewegungen spendiert: Der Center trumpft bei Miami richtig auf. (360)

aber hinter die Dreierlinie marschieren? Kein Problem: drückt nach links! Das mag im Spiel zu zweit zu viel Schnickschnack sein, aber gerade in der Karriere kann man mit diesen manuellen Befehlen schnell Freiraum schaffen, da sie die vorgegebenen Laufwege der Playbooks aufbrechen. Schade ist nur, dass das Feature zwar im Training angezeigt, aber nicht einsetzbar ist – hier hätte man das ideal üben können!

Auch beim Abschluss gibt es eine Neuerung: die zusätzliche Steuerung über den rechten Analogstick. Je nachdem, welchen Spieler ihr gerade bewegt, könnt ihr beim Zug zum Korb unterschiedliche Wurf- und Dunktechniken einsetzen. Neben einfachen Korblegern lassen sich durch den Druck nach oben, unten, links oder rechts gezielt bestimmte Hände oder Drehungen bis hin zum 360-Grad-Sprung einsetzen. Natürlich muss der Spieler für einen No-Look-Hakenwurf oder einen Tomahawk-Dunk die entsprechende Fähigkeit haben. Nowitzki kann z.B. beim Aufposten unter dem Korb zahlreiche feine Drehmanöver und Schrittfolgen einsetzen, an denen sein Kollege Dampier kläglich scheitert.

Selbst das weniger spektakuläre Repertoire ist spielerisch wertvoll: Ihr könnt euren Spurt mit dem plötzlichen Anhalten der Hop-Steps gezielt unterbrechen oder eure Gegner mit den Drehungen der Drop-Steps schwindelig spielen. Schade ist allerdings, dass man die normalen Dribblings nur schwer kontrollieren kann, da sie jetzt auf dem linken Analogstick liegen und bei gedrückter Spurttaste ausgelöst werden – das ist nicht gerade intuitiv und kann gerade zu Beginn für Verwechslungen sorgen. Für NBA 2K7 sollte man diese Manöver noch punktgenauer, in ihrer Bewgungskonsequenz noch  etwas nachvollziehbar gestalten. Hat man sich daran gewöhnt und entdeckt, dass es sogar fortgeschrittene Täuschungen gibt, wenn man beide Schultertasten gedrückt hält, begibt man sich voller Eifer ins Training, um die Finessen einzustudieren.

Big Brother is watching you!

Apropos Studium: Eine ausgezeichnete Neuerung ist das VIP-Feature. Das hat ausnahmsweise nichts mit Stars und Sternchen zu tun, sondern beinhaltet eine Aufzeichnung der Spielweise von euch oder euren Freunden bis ins kleinste Detail:

Und weil Shaq und Schweiß so wunderbar zusammen passen: hier noch mal eine Momentaufnahme. (360)

Wann wirft man im Durchschnitt? Wie oft nutzt man angetäuschte Würfe? Wie gut blockt man? Welche Aufstellung ist aktiv? Nimmt man im Zweifelsfall eher den Dunk oder den sicheren Korbleger? Benutzt man beim Dribbling Crossovers oder Hesitations? Von wo wirft man? Wer führt die Steals wie gut aus? Das Repertoire an Informationen ist so umfangreich, dass man seine oder gegnerische Taktiken nicht nur wunderbar in der Theorie analysieren, sondern auch als visuelle Simulation erleben kann: Ihr könnt quasi gegen eine KI spielen, die auf der Grundlage eurer gespeicherten Daten loslegt. So könnt ihr nicht nur einem Freund, sondern auch euch selbst gegenüber stehen – eine klasse Idee, denn so lässt sich vielleicht entdecken, wie man einen haushoch überlegenen Kollegen doch noch knacken kann.

Online auf allen Plattformen

Sein faszinierendes Potenzial entfacht NBA 2K6 nicht nur offline, sondern auch online – und zwar auf PS2, Xbox und Xbox 360. In Sachen Service erreicht man ein für Konsolenverhältnisse ungewohnt hohes Niveau und kommt mit Turnier- und Liga-Funktionen, üppigen Statistiken zu anderen Spielern sowie Lobby samt detailliertem Spieler-Feedback an PC-Verhältnisse ran. Leider hapert es ab und zu am Spielerlebnis, denn es kann zu großen Einbrüchen in der Geschwindigkeit kommen, so dass man im schlimmsten Fall minutenlang eine Diashow erlebt. Allerdings gab es auch einige Spiele, die butterweich liefen – nur bei den Freiwürfen merkt man dann, dass man sie online aufgrund der kleinen Verzögerung etwas anders timen muss. Wir haben im Internet insgesamt eine durchwachsene Erfahrung gemacht, die sehr stark von den einzelnen Pings abhängt. Aber so geht es auch Pro Evolution Soccer 5 <a class="DYNLINK" onmouseover="DynToolTipp_Show('Klicken für Gameinfos‚)“ onmouseout=“DynToolTipp_Hide(); “ href=“javascript:DynCont_Display(‚Gamefinder‘,’runmod.php?sid=%7BSID%7D&LAYOUT=dyncont_gf&spielid=7988′)“>

.
  

Kommentare

15 Kommentare

  1. bambini7767 hat geschrieben:Hey, ich hab nen riesen HD Fernseher und selbst da ist die Grafik extrem beschissen, ich an deiner Stelle würde die Finger von dem Scheiss lassen und lieber dass neue Spiel besorgen, dass scheint ja ganz gut zu sein!!
    Gruss bambini
    wtf, mit offenen Augen spielt sichs besser^^
    Nee, mal im erst: Die Grafik von 2k6 ist verdammt gut und muss sich auch nicht vr 2k7 verstecken. Auf einem normalen Fernseher sehen die Spielermodelle bei den Replays immer noch klasse aus, aber das Flimmern ist doch ziemlich hoch (wie auch bei den meisten anderen 360 Titeln). Da aber das Game nicht mehr so teuer ist, ist es dennoch sehr zu empfehlen.

  2. Hey, ich hab nen riesen HD Fernseher und selbst da ist die Grafik extrem beschissen, ich an deiner Stelle würde die Finger von dem Scheiss lassen und lieber dass neue Spiel besorgen, dass scheint ja ganz gut zu sein!!
    Gruss bambini

  3. Also ich muss schon sagen !!
    Ich der schon Jahrelang selbst aktiv Basketball spielte, habe wirklich noch kein schlechteres und unrealistischeres Game als diesen Mist hier gesehen. Habe mir dieses "Spiel" vor kurzem zugelegt. Wenn ich mit Vince Carter mit einer bescheuerten Drehung am rechten Analogstick über alle 5 Verteidiger in der Abwehr springen kann, ist das alles andere als realistisch.
    Des Weiteren haben die Entwickler von 2K anscheinend noch nie bewusst ein NBA Spiel verfolgt. Ich kenne keinen Spieler (nicht einmal ein Vince Carter) der in einem Spiel so an die 20-30 Dunks produziert. Die ALL- Star-Teams sind ohne MJ sowieso der größte Reinfall und NBA Live 2006 gefällt mir trotz der vielen Bugs immer noch besser als dieser shit.
    (Stichwort Grafik und Animationen) Ich war auf jeden Fall schwer von 2K6 enttäuscht.

Hinterlassen Sie bitte einen Kommentar.

Seite 1