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The Whispered World (Adventure) – The Whispered World

Immer nur die Welt retten ist langweilig. Wie wär’s zur Abwechslung mit der Zerstörung derselben? Dem kleinen Clown Sadwick wird genau das in einem Alptraum prophezeit: Dass er schon bald höchstpersönlich die Apokalypse auslösen wird. Der kleine Harlekin ist zwar alles andere als eine Frohnatur, doch in der Rolle des weltzerstörenden Ovelords fühlt er sich erst recht nicht wohl. Also geht er der Sache auf den Grund und macht sich zusammen mit seinem Multifunktions-Haustier, der Raupe Spot, auf die Reise durch ein wunderhübsch gezeichnetes Fantasy-Abenteuer.

© Daedalic Entertainment / Daedalic Entertainment

Fazit

The Whispered World beweist, wie stimmungsvoll ein komplett gezeichnetes 2D-Adventure sein kann. Die düstere Fantasy-Welt strotzt nur so vor verschnörkelten Details, die Geschichte unterhält gut und der traurige Clown und seine Raupe sind mir richtig ans Herz gewachsen. Außerdem lässt sich mit dem grünen Grinseknäuel erfreulich viel anstellen: Allein das Herumexperimentieren mit dem Multifunktions-Haustier sorgt für jede Menge Spaß. Der größte Trumpf des Spiels sind aber die lustigen Dialoge. Doch wie die vom Untergang bedrohte Idylle im Herbstwald besitzt auch das Spiel seine Schattenseiten: So viel Liebe auch in die Zeichnungen, Charaktere und Dialoge geflossen sind: Das Gesamtergebnis wirkt nicht ganz so rund wie z.B. The Book of Unwritten Tales, bei dem die Charaktere ideal mit der gerenderten Umgebung verschmelzen. Das kann man von einem reinen 2D-Spiel natürlich nicht erwarten, aber die einfachen Animationen passen nicht zum Aufwand, der in die verschwenderischen Kulissen geflossen ist. Auch die Bedienung fällt etwas unkomfortabler aus als bei der Konkurrenz. Der größte Knackpunkt sind aber ein paar übertrieben schwere Rätsel. Mitunter gibt es in Gesprächen und der Umgebung einfach zu wenige Hinweise für die komplexen Bastelaufgaben. Zum Glück enthält das Spiel aber auch jede Menge Kopfnüsse mit besser ausbalanciertem Schwierigkeitsgrad. Wenn ihr stimmungsvolle Fantasy-Adventures und sarkastische Dialoge mögt, solltet ihr euch das Abenteuer von Sadwick und seiner treuen Raupe Spot also nicht entgehen lassen!

Der Test in Kurzform: Zum Video-Fazit! VORSICHT: Es sind ein paar Rätsel-Spoiler im Video enthalten.

Wertung

PC
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Malerische Kulissen, lustige Dialoge und liebenswerte Charaktere – leider gibt es zu viel Trial & Error.

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Kommentare

45 Kommentare

  1. Ich fand die Rätsel auch nicht zu knackig,eigentlich genau richtig, das meinte übrigens auch meine Freundin mit der ich das Spiel gespielt habe und das uns sehr gefesselt und bewegt hat! Auf Lösungen bei denen der Autor des Tests schwierigkeiten hatte, sind wir eigentlich durch simples überlegen und ohne Trial&Error gekommen, wobei man aber nicht sagen kann, dass es solche Passagen nicht auch gab, bei uns kamen sie aber nicht sehr oft vor.
    Ich habe einen kleinen Lesertest geschrieben, wenn jemand wissen will was ich von dem Adventure halte :)
    Ich persönlich finde die Wertung ungerechtfertigt, als Adventure Freund hätte ich TWW mindestens 90% gegeben.
    Btw.: In der aktuellen Verkaufsversion gibt es keine Kopierschutz abfrage mit den Würfeln mehr

  2. "Zu knackige Rätsel"? Wirklich? TWW ist doch nichts gegen Monkey Island 2 oder DotT - ich finde den Schwierigkeitsgrad gut. Teilweise hätte er sogar etwas fieser sein können. Allerdings spiele ich Adventures Abends mit meiner Freundin auf der Couch oder im Bett auf dem Notebook - und zu zweit rätselt sich's ja deutlich leichter.
    Der Stil von TWW ist überwältigend, kein anderes Adventure hat mich seit Monkey Island 3 so fasziniert. Vor allem die Grafik ist, wie sie sein soll: 2D und einfach wunderschön. Neben DA:O mein Spiel des Jahres 2009 :)

  3. Grossartiges Spiel besser als Edna bricht aus. Nur ist es mir unbegreiflich wieso Sadwick so ne Stimme spendiert bekommen hat? Soll das etwa witzig sein oder gar professionell wirken? Vor allen da der grossartige Joachim Kerzel nur die Würfel ansagen darf. Naja ganz tolles Spiel mit Sicherheit ein kleiner Meilenstein.

  4. Wo ich gerade lese "auf 16:10- Monitoren nur gestreckte oder Fenster- Darstellung" muss ich spontan erwähnen, dass mir das gestreckte Bild auf meinem 16:10-Monitor nicht gestreckt vorkommt. Hätte ich das hier nicht gelesen, wäre es mir wohl nicht aufgefallen.
    Die Würfelgeschichte ist mir lieber als irgendwelche anderen Geschichten (unsympathische Seriennummern, unhöfliche Programme etc.), die "nicht in die schön gezeichneten Welten passenden, mit nur wenigen Frames animierten Figuren" finde ich merkwürdig passend und, ja, das Spiel ist hübsch. Ich mag's. Für mich reicht's.

  5. nonano hat geschrieben:Das Spiel ist eine einzige Zumutung!
    1. Bei jeden Spielstart die nervige Würfel-Arie durchzumachen ist schlichtweg eine Unverschämtheit.
    Das ist keine Unverschämtheit, das ist oldschool! Mich hat die Erinnerung an die alten Codescheiben und ähnliches wirklich gefreut. Point & Clicks spielt man ja auch eher weniger in kurzen Sessions, so dass man die Prozedur auch nicht allzu oft durchführen muss.
    2. Ein Game zu programmieren, das mit 2D-Grafik auf einer 300€-Zotac ruckelt wie Sau (wo beispielsweise Crysis wie Butter läuft...), ist ja wohl einfach nur einen Frechheit!
    Vielleicht liegts an deinem System. Bei mir gibt es keinerlei Probleme. Ich hab nichtmal die bemängelten Ladezeiten zwischen den Bereichen. Und mein System ist alles andere als modern.
    Ich hab das Game gerade durchgespielt und hatte eine Menge Spaß. Das Ende hätte gerne eine Optionsmöglichkeit wie bei Edna beinhalten können, aber sonst gibt es wenig zu meckern. Der Vollbildbertieb mit 1280*1024 muckt auch kein bisschen. Das Bild bleibt auch scharf, bis auf die wenigen "Tricksequenzen". Dort bilden sich einige Treppchen.
    Die Rätsel sind teilweise tatsächlich richtig knackig, weil Hinweise in Dialogen fehlen, aber mit längerem Nachdenken bekommt man das letztendlich hin. Allzuviel wahlloses Kombinieren war nicht nötig und zumindest im Rückblick machte auch alles Sinn.

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