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Bloodborne(Rollenspiel) – Blood Souls

Demon’s Souls ist eines der einflussreichsten Spiele der letzten Jahre. Es hat der Spielewelt etwas von der längst vergessen geglaubten Faszination eines ebenso gefährlichen wie rätselhaften Abenteuers zurückgegeben. Aus der fast schon exotischen Nische dieses Nervenkitzels entwickelte sich eine erfolgreiche Serie: Mit Dark Souls und Dark Souls 2 hat From Software schließlich seine Art des Action-Rollenspiels etabliert. Wie verhält es sich mit Bloodborne, das exklusiv für PlayStation 4 erscheint? Mehr dazu im Test!

© From Software / Sony

Ein Bleichblut voller Fragen

Es gibt keine Karte und kein Tagebuch. Es gibt keine markierten Ziele oder Aufgaben in einer Liste. Es gibt nur eine imposante Welt voller Katakomben und Kathedralen, die mich auch nach mehr als zwanzig Stunden immer tiefer in gefährliche Winkel lockt. Da lauern nicht nur schaurige Kreaturen, sondern auch grausige Mysterien. Und ich habe bisher keines entschlüsselt. Es scheint so, als wäre die Stadt Yharnam von einem bösen Fluch heimgesucht worden. Warum verbarrikadieren sich die Menschen? Wieso halten sie mich für eine Bestie? Warum nennen sie mich „Bleichblut“? Was zur Hölle hat es mit all den Blutarten überhaupt auf sich? Und welche Rolle spielt die heilige Kirche?

Der Garten fungiert wie der Nexus aus Demon’s Souls: An den Gräbern startet man seine Reise in andere Gebiete oder opfert Kelche. Die Puppenlady hilft beim Aufstieg und gibt Hinweise.

Eigentlich bin ich als kranker Mensch angereist, um mich heilen zu lassen – nur in Yharnam soll das möglich sein. Aber nach einem diabolischen Ritual wird aus dem Patienten plötzlich ein „Jäger“, der voller Fragen durch die Gassen streift und von den Menschen wie ein Aussätziger behandelt wird – überall, wo eine rote Lampe glimmt, kann man klopfen und mit ihnen reden. Die meisten beschimpfen mich, aber einige helfen mir oder haben sogar eine Aufgabe. Ich soll einen sicheren Ort für eine alte Frau finden und ein Mädchen sucht nach seinen Eltern – beiden kann ich helfen und dabei sogar Entscheidungen fällen.

Welche Klinge und welche Waffe darf es sein? Man hat zu Beginn die Wahl…

Aber in den labyrinthischen Straßen mit all den Erkern, Wasserspeiern und Gattern werde ich selbst von wütenden Mobs sowie grausigen Bestien verfolgt, wenn ich diesen einen Schritt zu weit gehe. Warum werde ich überhaupt angegriffen? Hat man mich vielleicht betrogen? Sind hier einfach alle verrückt geworden? Gibt es überhaupt eine Blutheilung? Zu Beginn wirkt Yharnam wie eine einzige böse Falle, die unheimlich knurrt und nur darauf wartet, mich zu verschlingen. Kaum erkunde ich nach einer Transfusion das Krankenhaus, reißt mich schon eine wölfische Bestie in Stücke. Kein Wunder, denn nach der Charaktererstellung ist man zunächst unbewaffnet…

 

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