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Killzone 2 (Shooter) – Killzone 2

Grelle Blitze zucken über sturmgrauen Himmel. Blutrote Fahnen zittern im Wind. Die Luft knistert vor Aggressivität, aber noch ist es totenstill. Noch warte ich in einem trostlosen Betonghetto auf die hässliche Fratze des Krieges. Dann geht alles ganz schnell: Propeller donnern, der Boden bebt, Mündungsfeuer leuchten auf und die Welt versinkt in einem martialischen Stakkato aus Projektilen, Schreien und Flüchen.

© Guerrilla Games / Sony

Das kooperative Loch

Leider vermisst man eine kooperative Kampagne. Trotzdem hat es der Multiplayer-Modus in sich.

Das größte Manko am Gesamtpaket Killzone 2 ist neben einer wuchtigeren und abwechslungsreicheren Dramaturgie die fehlende kooperative Kampagne – heutzutage ebenso Pflicht wie Kür. Egal ob Call of Duty: WOrld at War, Resistance 2 oder Gears of War 2: Gerade das gemeinsame Durchspielen mit einem Freund sorgt für Laune und genau damit kann Killzone 2 nicht dienen, obwohl es einige Levels gibt, die dafür wie geschaffen sind – vor allem das letzte. Sony ist sich dessen sicher bewusst und sollte diesen Modus kostenlos als Download nachliefern.

Dafür überzeugt Killzone 2 vom Start weg in seinem Multiplayer-Bereich „Kriegszone“: Egal ob Spielmodi, Statistiken, Belohnungen, Ranglisten, Clanbildung und Turnierfunktionalität – dieser Shooter wird noch lange im PSN nachwirken. Bis zu 32 Spieler bekämpfen sich auf Seiten der ISA oder Helghast in acht Abschnitten. Es gibt fast schon klaustrophobisch verschachtelte Kulissen, die für gnadenlose Häuserkämpfe geeignet sind und angenehm offene Regionen mit weiter Sicht und hohen Gebäuden.

Ihr kämpft auf Seiten der ISA oder Helghast mit bis zu 32 Mann – Karriere und militärischer Aufstieg inklusive.

Man kann vor dem Kampf Bots unterschiedlicher Qualität zuschalten oder auch offline gegen sie trainieren. Das Besondere am Spielablauf ist, dass die fünf auf Teamplay ausgerichteten Modi nicht einzeln, sondern fließend hintereinander gespielt werden. Sprich: Man bekommt nach einem klassischen Deathmatch vielleicht den Auftrag, dass es jetzt um eine Suche nach Gegenständen, eine Gebietsverteidigung oder eine Sabotage geht. Ist das Ziel zerstört, soll man vielleicht ein Attentat auf einen Feind ausüben oder einen also Opfer gekennzeichneten Kameraden schützen – alle Änderungen werden von einer Kommandostimme durchgesagt.

Die militärische Online-Karriere

Nach einem Kampf erntet man Erfahrungspunkte und militärische Abzeichen – ähnlich wie in Rainbow Six: Vegas kann man quasi online Karriere machen. Zu Beginn ist man lediglich als klassischer Soldat unterwegs, der weder heilen noch andere besondere Talente einsetzen kann. Erst mit den Kämpfen sammelt man Erfahrung und schaltet weitere Klassen frei. So kommen sowohl auf Seiten der ISA als auch Helghast Sanitäter, Sturmsoldat, Kundschafter, Taktiker und Saboteur hinzu.

Wer online ballert, sammelt Orden und schaltet weitere Klassen mit zwei Spezialeigenschaften frei.

Diese haben wiederum je zwei Spezialfähigkeiten: Als Kundschafter kann man z.B. einen Tarnanzug aktivieren und einen Feind so markieren, dass er für alle auf dem Radar sichtbar ist – ideal für Eliminierungsmissionen! Als Saboteur kann man die Uniform der Feindpartei anziehen und C4-Sprengstoff platzieren. Als Taktiker kann man neue Spawn-Punkte in einem Level setzen, so dass der Nachschub plötzlich im Rücken des Feindes erscheint und Luftunterstützung anfordern.

Schade ist, dass es keine einzigartigen Klassen unter den Kontrahenten gibt – so unterscheiden sich die Feindparteien lediglich durch ihr Äußeres; und selbst da nur marginal. Unterm Strich birgt Killzone 2 gerade aufgrund des umfangreichen Online-Modus‘ eine nicht zu unterschätzende Langzeitmotivation.

Es könnte auch deshalb so etwas wie das CounterStrike für die PlayStation 3 werden, weil der Teamcharakter über den eigenen Funkkanal unterstützt wird: Ab dem Rang Hauptgefreiter könnt ihr eine Truppe aus vier Mann bilden, die auch in einem Kampf 16 gegen 16 getrennt über Headset kommunizieren können – so kann man spezialisierte Taktiken mit Freunden entwickeln und koordinieren, ohne dass alles in einem akustischen Tohuwabohu untergeht.

     

Kommentare

1501 Kommentare

  1. Zeldafreak64 hat geschrieben:Und noch ne Verwarnung wenn Fantasy Gamer nicht bald seine übergroße Sig raustut. :P
    Ist mir irgendwie gar nicht aufgefallen, bin mich daran gewöhnt.

  2. Fantasy-Gamer36 hat geschrieben:
    The SPARTA hat geschrieben:
    DarthChefkoch hat geschrieben:Vote 4 Verwarnung für SPARTA und Fantasy Gamer36 wegen komplett sinnlosem Spam.
    Ne und du spammst gerade gar nicht (biste auf keinen Fall besser als ich) :roll:
    oder ich
    Joa, ist nicht zu vergessen. Ich hoffe das ist auch der letzte Post.

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