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Mario Party 7 (Geschicklichkeit) – Mario Party 7

Auch dieses Jahr veranstalten Mario und seine Freunde wieder einen Partymarathon für junge und jung gebliebene Multiplayer-Fans. Der knapp 60 Euro teure Eintritt gewährt bis zu acht nintendophilen Partylöwen Zutritt zu 88 frischen Events auf sechs nagelneuen Floors. Erneut im Preis inbegriffen: das Mikrofon für sprachbegabte Nachwuchs-DJs. Reicht das, um die eher müde Vorjahresparty zu toppen?

© Hudson / Nintendo

Unnötig zäh

Die Menüführung könnte übrigens etwas flotter sein. Auf Dauer ist es jedenfalls recht lästig, sich bei jedem Souvenirkauf, jeder Spielwahl etc. ständig Toadsworths immer gleichen Sprüchen lauschen zu müssen. Auch im Spiel mit CPU-Kontrahenten gibt es trotz abschaltbarer KI-Duelle nach wie vor zu viele passive Momente.

Aber sein wir mal ehrlich, wer gerade keine Freunde zur Hand hat, sollte Mario Party sowieso lieber im Schrank lassen, obwohl die virtuellen Mitspieler gerade auf der höchsten der insgesamt vier Schwierigkeitsstufen durchaus ernstzunehmende Gegner sein können. Wer ein volles Haus hat, kann neuerdings sogar mit bis zu acht Teilnehmern loslegen.

Viel zu entdecken: Die sechs Spielfelder wurden sehr abwechslungs- und ereignisreich gestaltet.
 Allerdings beschränkt sich dieses Angebot auf ein Dutzend spezieller Team-Spielchen, bei denen je zwei Spieler ein Team bilden und sich Seite an Seite einen Controller teilen – nicht nur für Pärchen eine nette Bereicherung des Spielangebots.

Alles wie gehabt

Ansonsten hält Mario Party 7 keine nennenswerten Neuerungen parat. Die Spielfelder wurden natürlich komplett neu designt, gerade einmal sechs verschiedene Spielwiesen sind aber nicht gerade üppig. Dabei hätte man doch problemlos zumindest noch ein paar alte Brettklassiker dazu packen können, um gerade Neulingen, die vielleicht lieber zu einem der günstigeren Vorgänger greifen wollen, einen größeren Kaufanreiz zu bieten.

Doch auch Serienveteranen hätten sich sicher über das ein oder andere Wiedersehen gefreut. Na ja, sei‘s drum. Die Spielfelder sind jedenfalls sehr abwechslungsreich gestaltet und bieten individuelle Ereignisse, Aktionsmöglichkeiten und Zielsetzungen.

Unnötiges Gimmick: Die meisten Mikrofonspielchen hätten mit einem Pad genau so gut funktioniert.
 So könnt ihr in Venedig beispielsweise abkürzende Gondelfahrten buchen, im futuristischen Neonopolis als Schauspieler ein paar Extramünzen verdienen oder euren Mitspielern in Ägypten mit Ritten auf Kettenhunden Sterne mopsen.

Griff nach den Sternen

Ziel des Spiels ist es nach wie vor nach einer vorher festgelegten Zahl an Spielrunden die meisten Sterne zu besitzen, die ihr entweder einfach auf dem Spielfeld einsammeln, mit verdienten Münzen erwerben oder euren Konkurrenten abluchsen müsst. Auf Wunsch werden am Spielende auch noch zufällige Bonussterne für besondere Leistungen oder Pechsträhnen verteilt, so dass der Führende bis zum Ende um den Sieg zittern muss.Natürlich könnt ihr auch wieder Power-Up-Kapseln einsammeln oder kaufen, um euch Vorteile wie zusätzliche Würfel zu verschaffen oder euren Kontrahenten mit fiesen Fallen das Leben schwer zu machen, während Grieskram Bowser mit hinterhältigen Aktionen immer wieder für Wirbel auf dem Spielfeld sorgt. An spontanen Wutausbrüchen, ausgelassener Schadensfreude

Toi, toi, toi: Durch die Bonussterne am Ende können selbst sichere Sieger noch zu Verlierern werden.

oder kollektiven Rachegelüsten herrscht jedenfalls kein Mangel – was einmal mehr für hämischen Partyspaß sorgt.

Sanierungsbedürftig

Was allerdings erneut bemängelt werden muss, ist die knallbunte, aber viel zu unspektakuläre Präsentation. Der Cube wird technisch nicht gefordert. Die Charaktere wirken plump, die Animationen antiquiert und die Kulissen äußerst schlicht. Hier wäre auch ohne den typischen Cartoon-Look aufzugeben einfach weitaus mehr drin gewesen. Auch auf akustischer Seite haben sich die Entwickler mit vorsintflutlichen FX und belanglosem Synthiegedudel der Marke Supermarkt- und Fahrstuhlberieselung alles andere als mit Ruhm bekleckert. Die Dolby Surround-Kodierung ist da fast schon eine Farce. Nicht nachvollziehbar ist auch das Fehlen jeglicher Sprachausgabe, die doch gerade den jüngeren Spielern die Hürde der Lesearbeit abgenommen bzw. den Zutritt ohne elterliches Beisein erst ermöglicht hätte. Zusammen mit der für erwachsene Stimmen optimierten Spracherkennung muss man sich jedenfalls schon fragen, ob Nintendo seine Hauptzielgruppe nicht aus den Augen verloren hat…      

Kommentare

20 Kommentare

  1. r560 hat geschrieben:Ich glaube einfach das dem Tester das Spiel nicht gefallen hat und da sehe ich auch kein Problem drin.
    ich auch nicht - schließlich basiert jeder test im grunde auf persönlichem gefallen bzw. nicht-gefallen. allerdings hat mir mario party 7 durchaus spaß gemacht - zumindest im multiplayer. daher auch das "gut". trotzdem ist viel zu viel reine glücksache, während andere dinge unnötig zäh sind oder nicht so funktionieren, wie sie eigentlich sollten... für unkomplizierte multiplayer-gelage krame ich nach wie vor lieber ein altes bomberman, mario kart oder international track & field raus oder beschränke mich auf die reinen minispielmodi in mario party 7. aber auch das ist wie so vieles eben geschmackssache. 8)
    Ich hatte vorher Teil 4 und dagegen ist Mario Party 7 sogar richtig neu;-)
    klar. aber im vergleich zu teil 6, der bei uns ja noch eine spur schlechter abgeschnitten hatte, sieht's schon wieder anders aus. trotzdem auch weiterhin viel spaß mit dem game! :wink:

  2. @4P|Jens
    Wenn das die Wertung beeinflusst hat, dann müsste jede EA Sports Fortsetzung nur 65% bekommen. Ich spiele die gerne aber die Änderungen muss man echt mit der Lupe suchen. Ich glaube einfach das dem Tester das Spiel nicht gefallen hat und da sehe ich auch kein Problem drin. Aber das dann als Test für einen reinen Multiplayer zu machen? Also ich kann es nur jedem empfehlen. Ich hatte vorher Teil 4 und dagegen ist Mario Party 7 sogar richtig neu;-)
    Gruß
    Richard

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