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Marvel Heroes Omega (Rollenspiel) – Superhelden-Action für lau

Wer auf Konsolen mit Superhelden böse Buben nach Strich und Faden vermöbeln möchte, muss sich in erster Linie auf die HD-Wiederveröffentlichungen von Marvel Ultimate Alliance stürzen. Will man sich die nicht unerheblichen Anschaffungskosten sparen, kann man allerdings auch mit über 30 Helden in dem Gratis-Spiel Marvel Heroes Omega Jagd auf Hydra & Co Jagd machen. Wir sind mit den X-Men und Avengers im Test losgezogen.

© Gazillion Entertainment / Gazillion Entertainment

Alternativ kann man diese Figuren auch über „G“ freischalten, die für Echtgeld im jeweiligen Store gekaufte Premium-Währung. Hier sind die Abstufungen 450, 900 sowie 1350. Und was bedeutet das nun in Euro? Je nach dem gewählten Paket bekommt man für einen Euro zwischen 100 und 110 G, so dass man für die hochklassigen Figuren elf bis 13 Euro hinblättern muss. Es gibt allerdings keinen Schwellenwert oder Gruppenboni, über die man schließlich alle Figuren quasi als Belohnung freischaltet, wenn man eine bestimmte Summe investiert. Will man alle Figuren in seiner Sammlung haben, kommen derzeit über 300 Euro zusammen – Aua! Alternativ kann man zwar auch bestimmte Pakete im Store finden wie z.B. ein Avengers Bundle, ein Deadpool- oder ein Spider-Man-Paket, bei dem man je nach Auswahl neben Figuren und Kostümen z.B. auch noch eine bestimmte Anzahl an Unendlichkeitssplittern oder Booster erhält. Doch auch auf diesem Wege ist es ein teures Unterfangen, wenn man alle Helden in Marvel Heroes Omega freischalten möchte.

Schmerzen oder Luxus?

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Während man die Helden auch durch (mitunter intensiven) Zeitaufwand freischalten kann, ist der künstlich beschränkte Inventar- sowie Lagerplatz nur durch Echtgeldeinsatz erweiterbar. © 4P/Screenshot

Auch in einigen anderen Bereichen wird man zur Kasse gebeten. Man kann sich für „G“ Beutekisten besorgen, wobei diese mit etwa 2,50 Euro für eine bzw. zehn Euro für ein Fünferpack zu Buche schlagen. Und natürlich kann man sich für sein schwer verdientes Geld auch diverse Booster anschaffen, um sich zumindest temporär mit mehr Erfahrung oder Credits zu belohnen. Auch hier gibt es die Wahl zwischen Einzelkauf (je nach Boost zwischen ein und drei Euro) sowie Fünferpack (zwischen drei und zwölf Euro). Da man jedoch auch ohne diese Boosts gut vorwärtskommt und sich nicht über die Beute-Ausschüttung beschweren kann, sind diese Konsumgüter für mich eher ein Luxusobjekt. Problematisch, da es eher in die Mechanik eingreift, sind die Upgrades für die Größe des Inventars bzw. des Lagerplatzes, um nicht benötigte Gegenstände unterzubringen.

Das erste Update, das den Rucksack von 40 auf 50 Plätze erweitert, kostet 100 G. Für die nächsten zehn Plätze muss man allerdings schon jeweils 500 G hinlegen. Gleiches gilt für die Erweiterung der Beutetruhe. Die erste Aufstockung von 50 auf 100 verlangt 250 G, ab da werden für alle weiteren 50 Plätze gleich 1000 G eingezogen. Unter dem Strich reicht zwar sowohl der Standard-Platz in beiden Bereichen – vor allem, wenn man weiß, dass man ohnehin nur mit einer Figur spielen wird. Doch da es im Laufe der Kampagne sowie den zahlreichen Nebenkriegsschauplätzen, die einen deutlich jenseits der 20-Stunden-Marke beschäftigen können, haufenweise sinnvolle Beute gibt und man wahrscheinlich auch einige Figuren bis Level 10 ausprobieren möchte, wird der Platz irgendwann knapp. Vor allem auch, da sich alle gespielten Figuren nicht nur die Truhe, sondern auch das Inventar teilen! Sprich: Es gibt nur ein Inventar sowie eine Truhe pro Account. Oder anders: Spielt man mit Black Widow, hat fast alle Plätze belegt und wechselt dann zu Dr. Strange oder Rocket Racoon, sind diese auch schon fast voll. Natürlich liegt die Schmerzgrenze bei Premium- bzw. erweiterten Inhalten in Free-to-Play-Titeln bei jedem anders. Doch da es sich hier eben nicht nur um kosmetische Erweiterungen handelt, geht es für mich in manchen Bereichen einen Schritt zu weit.

Umfangreicher Entwicklungs-Spaß

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Dank üppiger Beuteausschüttung sowie einer soliden Figurenentwicklung können die Superhelden solide unterhalten. © 4P/Screenshot

Allerdings habe ich mich auch immer wieder dabei ertappt, wie ich außerhalb der für die Testrecherche notwendigen Minimalanschaffungen beinahe schwach geworden und zusätzliches Geld für G investiert hätte. Denn neben der sauberen Erzählung stimmt auch die mechanische Seite. Die Gebiete, durch die man während der Kampagne streift, sehen vielleicht nicht immer zeitgemäß aus, sind aber ansprechend groß und nicht nur als Platzhalter auf dem Weg von A nach B gedacht, bei dem man alle angreifenden Feinde zu plätten versucht und Credits, Ausrüstung und Unendlichkeitssplitter als Belohnung aufsammelt. Es gibt zahlreiche instanzierte „Schatztruhen“-Bereiche (in den Hauptabschnitten und Hauptquartieren ist man mit anderen Spielern unterwegs) oder Bosskämpfe, die man finden und erledigen muss, bevor sich die Belohnungskiste zeigt. Und man kann an levelweiten Events teilnehmen, bei denen die schwersten in einem Bosskampf gipfeln, den man nur mit anderen Spielern erfolgreich bewältigen kann. Die Spawnrate der genreüblich nur auf Angriff gepolten Gegner geht dabei in Ordnung, wobei die Frequenz der Kanonenfutter-Feinde beinahe schon zu hoch ist.


Kommentare

10 Kommentare

  1. LouisLoiselle hat geschrieben: 16.07.2017 00:56 Nachdem ich 800 Stunden in der PC-Version verbracht habe, und auch Echtgeld im dreistelligen Bereich investiert hatte, wurde das Spiel leider durch das letzte "biggest update ever" fast komplett ruiniert. Viele Änderungen sind auf die Konsolenumsetzung zurückzuführen. Das Limitieren von Teleporting-Skills, nur noch eine Aktionsleiste etc.
    Traurige Entwicklung.
    das kann ich 1:1 so unterschreiben. inkl. spielzeit am pc und geldeinsatz. was mir dazu noch fehlt sind die random hero boxes.
    aber: ich glaube für "neulinge" ist es trotzdem ein interessantes spiel. die haben eben keinen vergleich zu vorher, können daher unbefangen an die sache rangehen. jedenfalls ertappe ich mich, dass ich es auf der xbox trotzdem spiele.

  2. Nachdem ich 800 Stunden in der PC-Version verbracht habe, und auch Echtgeld im dreistelligen Bereich investiert hatte, wurde das Spiel leider durch das letzte "biggest update ever" fast komplett ruiniert. Viele Änderungen sind auf die Konsolenumsetzung zurückzuführen. Das Limitieren von Teleporting-Skills, nur noch eine Aktionsleiste etc.
    Traurige Entwicklung.

  3. Nuracus hat geschrieben: 14.07.2017 13:40Als ich dann noch Captain Americas achteckigen Schild gesehen habe, ist mir die Lust gänzlich vergangen.
    Ich habe mir die Kommentare hier durchgelesen und mir dann den Trailer im PS Store angeschaut.
    Zuerst dachte ich "Was schreibt der Mann da ?", doch dann wurde Captain America in Großaufnahme gezeigt und ich habe sofort verstanden, was Du meinst.

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