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Marvel Heroes Omega (Rollenspiel) – Superhelden-Action für lau

Wer auf Konsolen mit Superhelden böse Buben nach Strich und Faden vermöbeln möchte, muss sich in erster Linie auf die HD-Wiederveröffentlichungen von Marvel Ultimate Alliance stürzen. Will man sich die nicht unerheblichen Anschaffungskosten sparen, kann man allerdings auch mit über 30 Helden in dem Gratis-Spiel Marvel Heroes Omega Jagd auf Hydra & Co Jagd machen. Wir sind mit den X-Men und Avengers im Test losgezogen.

© Gazillion Entertainment / Gazillion Entertainment

Fazit

Ich habe entgegen meiner ersten Erwartung erstaunlich viel Spaß mit Marvel Heroes Omega. Die Kulisse bleibt zwar zu häufig den Beweis schuldig, dass man letztlich auf PS4 oder One unterwegs ist. Doch die Kampfmechanik ist abseits der gelegentlichen Lags bei der Umsetzung der Aktionen ebenso solide wie die lineare Figuren-Entwicklung oder die üppige Beuteausschüttung. In diesem Zusammenhang fallen aber die Mikrotransaktionen negativ auf, über die sich das auf einem Free-to-play-System basierende Action-Rollenspiel finanziert. Dass man sich Boosts oder neue Helden (statt über Zeitaufwand) gegen Echtgeld besorgen kann, stellt für mich kein Problem dar, da man hier nur sanft in den Spielverlauf eingreift. Bei der Vergrößerung des Inventars sowie der Lagertruhe, die beide von allen Helden geteilt werden, greift man dem Spieler jedoch zu tief in die Tasche. Dem gegenüber steht ein breites Spektrum an Inhalten mit z.B. einer sich über neun Kapitel erstreckenden, passabel inszenierten Geschichte, freischaltbaren Schwierigkeitsgraden (samt besserer Beute) oder Sondermissionen mit zufälligen Modifikatoren. Marvel Heroes Omega ist über weite Strecken eine interessante Alternative für Hack&Slay-Fans mit Beutehunger, bei der auch an einen Couch-Co-Op gedacht wurde. Allerdings hätten Black Widow, Ghost Rider, Deadpool & Co von einem Offline-Paket-Preis, der die Online-Pflicht entfernt und alle Inhalte freischaltet, deutlich profitiert.

Wertung

PS4
PS4

Der mechanische Kern des umfangreichen sowie gut erzählten Superhelden-Hack&Slays ist grundsolide. Doch einige überteuerte Mikro-Transaktionen sowie die unzeitgemäße Technik stören.

One
One

Der mechanische Kern des umfangreichen sowie gut erzählten Superhelden-Hack&Slays ist grundsolide. Doch einige überteuerte Mikro-Transaktionen sowie die unzeitgemäße Technik stören.

Kommentare

10 Kommentare

  1. LouisLoiselle hat geschrieben: 16.07.2017 00:56 Nachdem ich 800 Stunden in der PC-Version verbracht habe, und auch Echtgeld im dreistelligen Bereich investiert hatte, wurde das Spiel leider durch das letzte "biggest update ever" fast komplett ruiniert. Viele Änderungen sind auf die Konsolenumsetzung zurückzuführen. Das Limitieren von Teleporting-Skills, nur noch eine Aktionsleiste etc.
    Traurige Entwicklung.
    das kann ich 1:1 so unterschreiben. inkl. spielzeit am pc und geldeinsatz. was mir dazu noch fehlt sind die random hero boxes.
    aber: ich glaube für "neulinge" ist es trotzdem ein interessantes spiel. die haben eben keinen vergleich zu vorher, können daher unbefangen an die sache rangehen. jedenfalls ertappe ich mich, dass ich es auf der xbox trotzdem spiele.

  2. Nachdem ich 800 Stunden in der PC-Version verbracht habe, und auch Echtgeld im dreistelligen Bereich investiert hatte, wurde das Spiel leider durch das letzte "biggest update ever" fast komplett ruiniert. Viele Änderungen sind auf die Konsolenumsetzung zurückzuführen. Das Limitieren von Teleporting-Skills, nur noch eine Aktionsleiste etc.
    Traurige Entwicklung.

  3. Nuracus hat geschrieben: 14.07.2017 13:40Als ich dann noch Captain Americas achteckigen Schild gesehen habe, ist mir die Lust gänzlich vergangen.
    Ich habe mir die Kommentare hier durchgelesen und mir dann den Trailer im PS Store angeschaut.
    Zuerst dachte ich "Was schreibt der Mann da ?", doch dann wurde Captain America in Großaufnahme gezeigt und ich habe sofort verstanden, was Du meinst.

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