Veröffentlicht inTests

X³ Reunion (Simulation) – X³ Reunion

Was würdet ihr tun, wenn ihr im Weltall komplett freie Hand hättet? Handel treiben? Pirat oder Polizist spielen? Ein Wirtschaftsimperium aufbauen? All das und noch viel mehr könnt ihr im X-Universum tun oder lassen. Ob diese Freiheit auf Dauer motiviert oder in langweiligem Herumirren endet, klärt der Test.

© Egosoft / Deep Silver

Danach nehmt ihr das erste mit HDR-Technik ausgeleuchtete Sprungtor in den nächsten Sektor. Anstatt eines Sprungvideos folgt nun ein schwarzer Bildschirm (Bug?), doch dafür 

Bei manchen Schiff-Designs haben sich die Entwickler selbst übertroffen (Teladi / Adler)

entschädigt meist der nächste Sektor. Wieder prangt im Hintergrund ein großer Planet und vor euch erblickt ihr einen alten Bekannten: ein Sonnenkraftwerk, dessen Solarsegel gigantische Ausmaße erreichen und euch kümmerlich erscheinen lassen. Damit nicht genug: Im weiteren Verlauf verschlägt es euch in hübsche und zugleich psychedelisch wabernde Nebenbänke, dichte Asteroidenfelder oder düstere Sektoren, in denen man die Hand vor Augen nicht sieht.

Hardware-Hunger und Bugs

Diese beeindruckende Kulisse verschlingt Mittelklasse-Systeme zum Frühstück und zwingt selbst High-End-Computer streckenweise in die Knie. Der Testrechner (Athlon 64+ 4000, 2 GB RAM, GeForce 7800 GTX) schaffte in fast allen Sektoren (außer z.B. Argon Prime) problemlos die höchste Detailstufe; ohne FSAA oder AF. Vorraussetzung ist jedoch der Patch v1.2.01, vorher war die RAM-Auslastung ein Garant für Ruckler. Am meisten beansprucht X³ den System-RAM (1 GB empfohlen) sowie Grafikkarte (mind. Geforce 6er-Serie), ferner sollte die CPU rund 1,8 GHz Realtakt haben.

Dass die Weltraumsimulation scheinbar überstürzt in den Handel gekommen ist, merkt man nicht ausschließlich an der Story-Präsentation, 

Downloads und Videos:

Download: Patch 1.0 -> 1.2.01 (77,8 MB)
Download: Patch 1.2 -> 1.2.01 (19,7 MB)
Download: Hörprobe „Farnham Legende“ (20,6 MB)

Video: Promo-Trailer (Laufzeit: 1:41 min)
Video: Trailer (Laufzeit: 3:54 min)
Video: Trailer 2 HiRes (Laufzeit: 2:32 Min.)

sondern ebenfalls an der Stabilität: Unnachvollziehbare Abstürze (z.B. beim Landen auf einer Station (Speichern) oder beim Durchflug der Tore) stehen an der Tagesordnung. Manchmal könnt ihr sogar die Uhr nach den regelmäßig auftretenden Crashs stellen. Auch im Spiel treten kleinere Bugs (z.B. Schiffe ohne Funktion) auf; diese sind nicht ganz so nervtötend, da die gigantische Spielwelt für solche Schnitzer entschädigt.

Willkommen beim Handel

Ist der erste Schock über Story, Hardware-Anforderungen und Abstürze überwunden, beginnt das eigentliche X-Vergnügen abseits der Geschichte. Ihr dürft völlig frei in den über 130 Sektoren herumfliegen und an fast jeder Raumstation andocken. Dort könnt ihr Handel treiben, in dem ihr z.B. preiswerte Energiezellen an einem Sonnenkraftwerk kauft und diese Gewinn bringend an einen Verbraucher vertickt. Klingt einfach? Ist es nicht, denn erstens sind die aus dem Vorgänger so beliebten Sonnenkraftwerke rar geworden und zweitens ändern sich permanent diePreise basierend auf Angebot und Nachfrage. Deswegen sollte die erste Investition in eine Handelscomputererweiterung fließen, mit der ihr aus der Ferne die An- und Verkaufs-Preise scannen könnt. Habt ihr eine passende Station gefunden, bittet ihr um Andocklizenz und lasst den Rest vom Autopilot erledigen.

Das Wirtschaftssystem ist dynamisch und komplexer als 

Fast alle Raumstationen sind von beeindruckender Größe. 

im Vorgänger: die Preise schwanken ständig. Hat ein computergesteuerter NPC-Frachter eine große Ladung Energiezellen gekauft, müsst ihr mit höheren Einkaufspreisen rechnen – genauso beeinflusst euer Handel(n) die Preise. Daher solltet ihr mehrere Wirtschaftskreisläufe (Nahrungsmittel, Raketen, Computer, etc.) im Auge behalten. Wofür die einzelnen Handelswaren gut sind, verrät euch übrigens eine schizophrene Computerstimme.

Flotte und Stationen

Das angehäufte Vermögen könnt ihr in weitere Schiffe oder eigene Raumstationen wie Sonnenkraftwerke oder Minen stecken. Letztere produzieren wie ihre NPC-Brüder fleißig Ressourcen und benötigen für ihre Arbeit ebenso Rohstoffe. Diesen „Im- und Export“ könnt ihr entweder selbst in die Hand nehmen oder ihr erteilt eurer zusammen gekauften Flotte die entsprechenden Kommandos. Neu sind Röhrensysteme, mit denen ihr eigene Stationen für den Rohstoffaustausch verbinden könnt. So entstehen große zusammenhängende Komplexe, die autark fortgeschrittene Waren herstellen. Allerdings ist die Aufstellung bzw. Platzierung dieser Röhren nicht gerade einfach – vor allem, weil der versprochene Stationsschlepper nicht enthalten ist. Beim automatischen Andocken an solch ein Gebilde macht der Autopilot übrigens ziemlich seltsame Flugverrenkungen.

Kommentare

16 Kommentare

  1. Wing Commander 3 ist bei \"Dogfights\" immer noch um Längen besser. Aber wenn du auf Wing Commander stehst, kann ich dir Freelancer empfehlen. Ist von den selben Entwicklern wie WC.

Hinterlassen Sie bitte einen Kommentar.

Seite 1